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Erkelenz
Bauxhof - erste Häuser werden gebaut

Erkelenz: Bauxhof - erste Häuser werden gebaut
Statiker Adolf Sommer, WohnenPlus-Geschäftsführer Roman Schins und Bauleiter Thomas Brudermanns (v. l.) begutachten den Baufortschritt. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. Die vom Architekturbüro Viethen geplante Klimaschutzsiedlung am Bauxhof nimmt Struktur an. Die Straßen sind zu erkennen. Die ersten Häuser werden errichtet. Von Andreas Speen

Kran, Bagger, Kipper und Walze, Arbeiter im Hochbau und im Tiefbau - fast wie in einem Bilderbuch gezeichnet präsentiert sich die Baustelle am Bauxhof, wo eine Klimaschutzsiedlung mit beinahe 100 Wohneinheiten entsteht. Alles, was zu einer großen Baustelle gehört, ist dort anzutreffen, und groß ist tatsächlich, was dort geplant ist. Baustatiker Adolf Sommer erklärt das Besondere: "Hier entsteht ein Quartier mit einer Handschrift, in welchem die Häuser, aber auch das Grün sowie die Gärten aufeinander abgestimmt sind. Außerdem bauen wir im Passivhausstandard." Die städtebauliche Planung, sämtliche Entwürfe, Varianten, Bauanträge und Werkplanung sind vom Architekturbüro Viethen erstellt worden. 

Vor neun Monaten hatte es den Spatenstich für die neue Erkelenzer Klimaschutzsiedlung gegeben. Seither hat sich am Bauxhof viel verändert. Alte Wohnblocks wurden abgerissen, neue Straßen und Baufelder angelegt, Kanäle, Rohre, Leitungen und Glasfaserkabel verlegt. Seit kurzem ist von der Bundesstraße 57 der erste Kran zu sehen. Drei Musterhäuser werden errichtet. Lange wird der Kran aber nicht mehr allein dort stehen. Zwei Doppelhaushälften werden ab September gebaut, und insgesamt sollen in diesem Jahr noch weitere zehn Häuser begonnen werden zu bauen.

"Wir wollten schon weiter sein, allerdings war die Asbestsanierung im Boden aufwendiger als zunächst geplant", sagt Bauleiter Thomas Brudermanns von Frauenrath BauConcept. Nun aber gehe es zügig voran, "so dass am 30. April nächsten Jahres das erste Haus bezogen werden kann". Dass die ersten Häuser verkauft und die Notarverträge bereits beurkundet sind, berichtet Roman Schins von der WohnenPlus Heinsberg GmbH, in der die Unternehmensgruppe Frauenrath und die Sparkassen Immobilien GmbH zueinandergefunden haben und deren Projekt die Klimaschutzsiedlung ist.

Bebaut wird das Areal von Ost nach West, so dass die Häuser abschnittsweise fertiggestellt werden und ebenfalls die dazugehörigen gepflasterten Straßen. So soll keiner, das ist die Idee, lange an einer Baustraße leben müssen, wie es in anderen Baugebieten öfter der Fall ist. Die für den Bauxhof vorgesehenen 36 Wohneinheiten in zwei Mehrfamilienhäusern und 56 Einfamilienhäuser, alle in Massivbauweise, sollen 2017 vollständig errichtet sein. "Nach jetzigem Stand werden alle Gebäude in Passivhausbauweise entstehen", erklärt Sommer. Eine Hundertprozentquote sei für eine Klimaschutzsiedlung zwar nicht unbedingt nötig, "aber wir haben inzwischen die gesamte Planung darauf abgestellt, weil wir den Wunsch der Kunden danach verspüren". Jedes Gebäude solle mit Erdwärme versorgt werden.

Tiefbau wird derzeit im Auftrag der Stadt Erkelenz am Rand der Baufläche betrieben. Sie lässt unter die B 57 einen Entwässerungskanal legen. Im Herbst wiederum wird auf einer Strecke von 350 Metern entlang der Bundesstraße die Lärmschutzwand errichtet, die aus Aluminium sein wird.

Die Resonanz auf die Klimaschutzsiedlung beschreibt Roman Schins als sehr gut. Die Interessenten und die ersten Käufer schätzten die Nähe zum Erkelenzer Stadtzentrum und die unterschiedlichen Hausgrößen, an denen beispielsweise Ehepaare Interesse fänden, deren Kinder mittlerweile aus dem Haus ausgezogen sind und die jetzt eine kleinere Immobilie suchten. Auch die Option, im Alter Hilfe vom Hermann-Josef-Stift bekommen zu können, sowie die Barrierefreiheit einiger Haustypen komme an. Und zuletzt sei ein Kaufargument, dass die Gärten zum Einzug mit Baum, Hecke, Wiese und Sträuchern angelegt werden, "wozu auch noch eine zweijährige Anwuchspflege gehört".

Quelle: RP
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