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Erkelenz
Beschwingte Serenade - in der Halle

Erkelenz: Beschwingte Serenade - in der Halle
Das Collegium musicum unter Leitung von Ernest Frissen bestreitet alljährlich gemeinsam mit dem Cornelius-Burgh-Chor das Serenadenkonzert. Die Verlegung in die Stadthalle tat der guten Atmosphäre keinen Abbruch. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Auch in diesem Jahr mussten die Akteure des Traditionskonzerts aufgrund unsicheren Wetters wieder von der Burg in die Stadthalle ziehen. Von Daniela Giess

Bereits zum dritten Mal hatte Petrus kein Einsehen. Christoph Stolzenberger, Chef der Erkelenzer Kultur GmbH, musste die zahlreichen Besucher des Serenadenkonzerts in die Stadthalle bitten.

"Das mit dem Wetter haben wir leider wieder nicht hinbekommen", entschuldigte er den neuen Auftrittsort. Eigentlich sollte die Veranstaltung unter freiem Himmel an der Burg stattfinden. Weil aber mit Regenschauern zu rechnen war, hatten die Gastgeber den abwechslungsreichen Melodienreigen kurzfristig verlegt. Das Risiko sei zu groß für die hochwertigen Instrumente, sagte Stolzenberger.

Das Collegium musicum unter der Leitung von Ernest Frissen eröffnete das anspruchsvolle, rund zweistündige Programm mit Joseph Haydns "La fedeltà premiata". Aus Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten" hatten die Ausführenden passenderweise den Sommer ausgewählt, wobei Solistin Britta Menzel an der Geige im Vordergrund stand.

Anschließend nahmen die Musiker des Collegium musicum ihre zahlreichen Zuhörer mit auf eine ausgedehnte Reise. Mit George Bizets bekannter Suite "Carmen" machte man Station in südlichen Gefilden, um nach dem Genuss der temperamentvollen Klänge einem Medley aus dem Musical "Chicago" zu lauschen. Auf der Grünen Insel fand man sich wieder, als mitreißende irische Musik aus "Lord of the Dance" gespielt wurde.

Nach der Pause präsentierte sich der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins der Erkelenzer Lande. Unter der Leitung von Reinhold Richter und mit musikalischer Unterstützung der Erkelenz Brass wurde ein buntes Programm zur Aufführung gebracht. Das jütländische Tanzlied "Gut'n Abend euch allen hier beisamm", die irische Volksweise "An Irish Blessing" oder auch Georg Philipp Telemanns Suite F-Dur spiegelten das große Repertoire der Hobbysänger aus der Erka-Stadt wider.

Klassisches wie Johannes Brahms' "Erlaube mir, fein's Mädchen", "Dort in den Weiden" und "Wach auf, meins Herzens Schöne" wechselten sich ab mit beschwingt vorgetragenen populären Volksliedern wie "Horch, was kommt von draußen rein" und "Du, du liegst mir am Herzen". Mit Traugott Fünfgelds "Himmel, Erde, Luft und Meer" sowie "There's a meeting here tonight" hatte sich der Erkelenzer Chor an das Werk eines zeitgenössischen Komponisten heran gewagt. Aus der Verdi-Oper "Nabucco" stimmte das Ensemble den berühmten Gefangenen-Chor an.

Zum Ausklang waren Abendlieder zu hören, darunter "Kein schöner Land in dieser Zeit" und "Guten Abend, gute Nacht".

Quelle: RP
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