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Erkelenz
Bischof zu Gast am Tagebaurand

Erkelenz: Bischof zu Gast am Tagebaurand
Der neue Bischof von Aachen, Helmut Dieser, ist seit November 2016 im Amt. Am 6. Mai besucht er erstmals den Kreis Heinsberg FOTO: Bauer (Archiv)
Erkelenz. Die Vorfreude ist groß bei Pfarrer Werner Rombach, der Pfarrei Christkönig Erkelenz und Achim Hoeps vom Büro des Regionaldekans Mönchengladbach/Heinsberg: Der neue Bischof von Aachen, Helmut Dieser, besucht am Samstag, 6. Mai, zum ersten Mal die Region Heinsberg. Von Kurt Lehmkuhl

Auch wenn sich der Bischof bei diesem Besuch ausschließlich im Erkelenzer Stadtgebiet aufhält, ist es Hoeps wichtig zu betonen, dass dieser Besuch ein Besuch der Region ist: "Alle Gläubigen sollten sich durch den Besuch angesprochen fühlen."

Dementsprechend richtet sich Hoeps' Einladung für den ersten Gottesdienst mit Bischof Dieser im Kreis Heinsberg in der Pfarrkirche St. Lambertus ab 10 Uhr an alle Katholiken der Region. "Es würde uns freuen, wenn viele Menschen aus der Region den Bischof im Gottesdienst begrüßen", sagt Hoeps. Nach dem Gottesdienst gibt es eine Begegnung mit Bischof Helmut Dieser im Pfarrzentrum. "Der Bischof ist ein sehr kommunikativer Mensch, der das Gespräch mit jedermann sucht", sagt Pfarrer Rombach.

Steht am Vormittag noch die gesamte Region Heinsberg im Mittelpunkt des bischöflichen Besuchs, so liegt am Nachmittag der Schwerpunkt auf Erkelenz und dabei insbesondere auf der Braunkohlenproblematik und dem Schicksal der Menschen, die von einer Umsiedlung betroffen sind oder betroffen sein werden. "Der Bischof möchte sich ein eigenes Bild machen", erläutert Pfarrer Werner Rombach. Den ersten Eindruck erhalte Bischof Dieser bei einem Mittagessen im Begegnungszentrum in Borschemich (neu): "Dabei kann er erkennen, wie die Menschen mit ihrem Schicksal und dem Verlust der Heimat umgehen." Bei diesem Essen sind Vertreter der Kapellengemeinden Borschemich und Immerath ebenso eingeladen wie die aus Keyenberg, Kuckum, Kaulhausen, Ober- und Unterwestrich und aus Venrath und Holzweiler. "Das Leben nach der Umsiedlung wird ebenso thematisiert wie das Leben mit und vor der Umsiedlung und das Leben am zukünftigen Tagebaurand", umschreibt Pfarrer Rombach das breite Themenspektrum. In einem Kreis von rund 25 Teilnehmern sollen dem Bischof bei einem Gespräch Erfahrungen und Erlebnisse nähergebracht werden.

Noch kleiner wird der Kreis sein, wenn Bischof Helmut Dieser zum Anschluss seines Besuchs der Region einen Abstecher in den Erkelenzer Osten macht. Dabei wird er den Tagebau Garzweiler II und das sterbende Immerath besichtigen, in dem es noch den Immerather Dom gibt. Im Sommer könnte für dieses Zeichen des Glaubens das letzte Stündlein schlagen, hieß es am Rande der Pressekonferenz, in welcher der Besuch des neuen Aachener Bischofs angekündigt wurde.

Quelle: RP
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