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Erkelenz
Borschemicher Bautätigkeiten

Erkelenz: Borschemicher Bautätigkeiten
1998 ist die Fußgängerbrücke gebaut worden, welche die Düsseldorfer Straße überspannt. Im Sommer wird sie umfangreich saniert. Dazu wird die nord-östliche Umgehungsstraße gesperrt werden müssen. FOTO: Speen
Erkelenz. Die Fußgängerbrücke nach Borschemich (neu) wird saniert. Der Friedhof erhält eine Aussegnungshalle, und die 13 Kreuzwegstationen aus Borschemich (alt) sollen dort ebenso ihren Platz finden. Ferner läuft der Straßenendausbau. Von Andreas Speen

Während sich der Straßenendausbau in Borschemich (neu) in der finalen Phase befindet, kündigen sich neue Vorhaben an. Zum einen wird die Fußgängerbrücke zum Oestricher Kamp im Sommer saniert. Zum anderen sollen der Friedhof eine Aussegnungshalle erhalten und der Kreuzweg aus Borschemich (alt) dort eine neue Heimat finden. Pläne wurden im jetzt Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt.

1998 ist die Fußgängerbrücke gebaut worden, welche die Düsseldorfer Straße (nord-östliche Umgehung) überspannt. Schon 2009 waren erhebliche Korrosionsschäden festgestellt worden. Dazu erklärte der zuständige Tiefbauamtsleiter Werner Spartz nun: "Diese Probleme treten in der Unterkonstruktion und an den Trägern auf. Es besteht keine Einsturzgefahr, es ist aber nötig, ein Fortschreiten zu verhindern. Die Konstruktion soll deshalb einen dauerhaften Korrosionsschutz erhalten, und zusätzlich sind kleinere bauliche Veränderungen geplant, um zum Beispiel den Regenwasserabfluss zu optimieren. Es wird keine Flickschusterei geben. Was wir tun, soll von Dauer sein, weshalb das auch etwas kostet." 130.000 Euro sind dafür im städtischen Haushalt veranschlagt. Die Ausschussmitglieder stimmten dieser Investition bei einer Enthaltung zu.

Geplant ist, die Maßnahme in den Sommerferien umzusetzen. Denn, so erklärte Werner Spartz: "Wir müssen dafür die Brücke einhausen und die Düsseldorfer Straße sperren." Über Umleitungsstrecken werde bereits mit der Kreispolizei und dem Erkelenzer Ordnungsamt beraten. Noch nicht vollständig ist der Friedhof in Borschemich (neu). Nach der tagebaubedingten Umsiedlung fehlen noch eine Aussegnungshalle sowie die 13 Kreuzwegtafeln, die einst in Borschemich (alt) gestanden hatten. "Die Tafeln sind von einem Restaurator ausgebaut, gereinigt und gefestigt worden", erklärte Hochbauamtsleiter Martin Fauck, der auch für den Denkmalschutz in Erkelenz zuständig ist. Geplant sei nach Gesprächen mit der katholischen Kirchengemeinde und der Dorfgemeinschaft, die Stationstafeln nun in etwa 2,30 Meter hohe Stelen aus Beton einzulassen und auf dem Friedhof nahe dessen Mauern aufzustellen. "Der Betrachter wird zu den Tafeln leicht aufschauen. Es gibt Altäre aus Beton, warum nicht auch Kreuzwegstationen. Ich halte das für eine interessante, angemessene Weise, den Kreuzweg an einem neuen Ort neu aufzugreifen", erklärte Fauck seinen Vorschlag. Derzeit würde ein Muster angefertigt, das zu diskutieren sei.

Bereits beschlossen hat der Ausschuss den Neubau einer Aussegnungshalle, die ähnlich wie für Immerath (neu) der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg entworfen hat. Vorgesehen ist, mit wenigen, klar gegliederten Bauelementen und Glaskunst, welche die Auferstehung symbolisieren soll, zu arbeiten. Vorgesehen ist, die Halle nahe des Friedhofseingangs zu errichten und sie zum Hochkreuz hin geöffnet zu halten. Der Plan wurde Lurweg zufolge mit dem Bürgerbeirat und der Dorfgemeinschaft besprochen. Der Bauausschuss gab der geschätzten Investition in Höhe von 100.000 Euro (10.000 Euro davon für die umgebende Außenanlage) seine Zustimmung.

(neu)
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