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Erkelenz
Borussia Park: Fein auch für Fortuna-Fans

Erkelenz. 50 Auszubildende erlebten eine Führung durch den Borussia-Park. Möglich machte dies das RP-Projekt "News to Use". Von Holger Hintzen

Überwindung kostet es Miriam Schwenzer nicht, auf der Spielerbank im Mönchengladbacher Borussia-Park Platz zu nehmen. Mag die 21-Jährige auch Fan der Düsseldorfer Fortuna sein - auf den ansonsten von Fußballprofi-Popos beanspruchten Plätzen ist es nun mal bequem. Und aus so kurzer Distanz kann ein Fußballfan das Spielfeldgrün nur selten betrachten. Also Handy zücken und den denkwürdigen Augenblick auf einem Selfie mit Kollegin Janina Knura festhalten; Abgedrückt, Bild angeschaut, für gut befunden - und schon hat sich für die beiden Azubis der Düsseldorfer Stadtsparkasse der Ausflug in den Mönchengladbacher Borussia-Park gelohnt.

Möglich gemacht hat den Besuch der Spielerbank und einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen des Stadions die Aktion "News to Use". Bei diesem Projekt für Unternehmen und deren Azubis erhalten Auszubildende ein Jahr lang die Rheinische Post. Die regelmäßige Lektüre der Zeitung erweitert das Allgemeinwissen, liefert Gesprächsstoff bei Kontakt mit Kunden und fördert das Verständnis für Zusammenhänge und Hintergründe des Zeitgeschehens. Spaß soll bei diesem Leseförderprojekt auch nicht zu kurz kommen, darum stehen neben Bildungs-Workshops auch Veranstaltungen wie die Stadionführung auf dem Plan.

Diese Mission hat Frank Nöhles offenbar gut verstanden. Nöhles gehört zur Stadionführer-Riege der Borussia und weiß zu fast allen Winkeln der weitläufigen Arena Anekdoten zu erzählen - ob Umkleidekabine der Gastmannschaften, Entmüdungsbecken oder den drei Arrestzellen des Stadions. Die spartanisch ausgestatteten Kabinen beeindrucken die Besucher. Hier packt Miriam Schwenzer zum ersten Mal ihr Handy aus, um einen Schnappschuss zu machen. Als die Gruppe weiterzieht, ist sie um etliches Wissen reicher: An Bundesliga-Spieltagen werden die Zellen gewöhnlich zur Ausnüchterung genutzt oder um Randalierern ein ruhiges Ambiente zu verschaffen. Für die stärkste Belegung haben bislang Fans aus Hoffenheim gesorgt. Statistik ist halt wichtig im Fußball.

Und ein guter Platz im Stadion, sofern man Zuschauer ist. Janina Knura hat lange im Mönchengladbacher Stadtteil Dorthausen gewohnt. Das ist als Wohnort für einen Borussia-Fan schon mal nicht schlecht, weil sehr nah am Stadion. In der Arena geht Knura bei Spielen gerne auch mal dahin, wo am meisten los ist: in die Nordkurve. "Wenn man damit leben kann, ab und zu mal etwas Bier abzubekommen, geht das schon", sagt die 21-Jährige über mitunter überschwappende Freudenbekundungen von Borussia Mönchengladbachs lebhaftesten Fans.

Mithin beweist Stadionführer Frank Nöhles eine sichere Hand, wenn er Janina Knura im Spielertunnel eine besondere Aufgabe zuweist. Die Auszubildende mit dem Herz für die Heimmannschaft darf auf einen Knopf an der Wand drücken. Es wird laut: "Wir schwören Stein und Bein auf die Elf vom Niederrhein. . ." jubiliert es aus einem Lautsprecher. Zu den Klängen der Borussen-Hymne ziehen die Azubis ins Stadionrund ein. Gänsehaut muss auch sein bei "News to Use".

Quelle: RP
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