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Erkelenz
"Bündnis gegen Rechts" will zeigen: "Kein Platz für Rassismus"

Erkelenz. Bunte Schmetterlinge tauchten gestern Nachmittag im Internet auf: Sie kündigen auf Facebook für Samstag, 27. Februar, die Kundgebung "Bürger gegen Hass, Gewalt und Rassismus - für eine offene, tolerante, friedliche und bunte Stadt Erkelenz" an. Organisiert wird die über das "Bündnis gegen Rechts - für Toleranz und Demokratie im Kreis Heinsberg" und wendet sich gegen eine für denselben Tag bei der Polizei angemeldete Demo, die unter dem Titel "Bürger stehen auf gegen Asylmissbrauch" steht. Mit je 150 Personen werde von den Veranstaltern gerechnet, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken gestern auf Anfrage unserer Redaktion. Da beide Veranstalter den Erkelenzer Markt angemeldet hätten, seien mit ihnen nächste Woche Gespräche zu führen, um die genauen Orte beider Veranstaltungen festzulegen.

Das "Bündnis gegen Rechts" erwartet, dass bei "Bürger stehen auf gegen Asylmissbrauch" ein "Sammelsurium aus neonazistischen NPD und ,Pro NRW'-Politikern mit rechtsextremen Hooligans und ,parteifreien Kräften' eine Kundgebung mit sogenanntem Spaziergang abhalten". Es seien ausschließlich auswärtige Redner angekündigt. Erkelenz solle das nicht dulden. "Wir wollen weiterhin in einer freien und offenen, friedlichen Gesellschaft ohne Diskriminierung leben und deshalb gehen wir gegen diese Menschenfeinde auf die Straße", heißt es in dem gestern veröffentlichten Aufruf zur Teilnahme des "Bündnisses gegen Rechts", der bereits eine Reihe namhafter Unterzeichnet hat, wie Christoph Stolzenberger als einer der Anmelder der Veranstaltung erklärte: "Wir sind froh, dass sich innerhalb von zwei Tagen fast alle Parteien und Fraktionen im Rat der Stadt Erkelenz, aber vor allem sehr viele bürgerliche Vereinigungen und viele Erkelenzer unserem gemeinsamen Aufruf angeschlossen haben. Wir hoffen, dass viele Menschen mit uns zeigen, dass in Erkelenz kein Platz für Rassismus, Hass und Gewalt ist." Treffpunkt soll ab 13.30 Uhr der Johannismarkt sein. Und vom "Bündnis gegen Rechts" heißt es weiter: "Bitte bringen Sie, wenn möglich, Besen und Schutzwesten mit, wir wollen unsere Straßen symbolisch säubern und gehen der ,braunen' Demonstration hinterher." Weitere (Kunst-)Aktionen und (Zwischen-)Kundgebungsorte würden kurzfristig mitgeteilt.

(spe)
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