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Erkelenz
China - eine fremde Welt kennenlernen

Erkelenz: China - eine fremde Welt kennenlernen
Paula Meyersieck (15) ist fasziniert von der chinesischen Sprache. Jetzt ist sie gespannt darauf, die Kultur und die Menschen in dem fernöstlichen Land zu erleben. FOTO: Renate Resch-Rüffer
Erkelenz. Die Erkelenzerin Paula Meyersieck, Schülerin am Cornelius-Burgh-Gymnasium, geht ab Ende August für ein Jahr nach China. Die Sprache lernt sie schon. An der internationalen Schule von Wuxi will sie auch neue Freunde finden. Von Andreas Speen

Noch ist Paula Meyersieck ohne Gastfamilie, ohne Ticket und ohne Visum für China – aber eine Gastschule in Wuxi hat die 15-Jährige bereits. Ende des Monats soll es für die Erkelenzerin losgehen, ein Schuljahr will sie in Wuxi leben, einer Stadt mit sechs Millionen Einwohnern, die etwa 45 Minuten von Shanghai entfernt ist. Für chinesische Maßstäbe liege sie damit auf dem Land, erklärt die Schülerin vom Cornelius-Burgh-Gymnasium, die "natürlich schon aufgeregt ist".

Sprachen begeistern Paula Meyersieck. Neben der Schule begann sie im sechsten, siebten Schuljahr damit, Spanisch bei der Volkshochschule zu lernen. In den vergangenen Sommerferien, die Erkelenzerin war gerade in Spanien gewesen, um die neue Sprache vor Ort auszuprobieren, hat sie beschlossen: "Es soll noch eine weitere Sprache hinzukommen." Es wurde Chinesisch. Wiederum bei der Volkshochschule belegte die heute 15-Jährige einen Kursus. Daraufhin kam bei ihr die Idee auf, dass, "wenn ich eine Sprache lerne, ich sie am besten vor Ort üben kann". Und so bewarb Paula Meyersieck sich um ein Stipendium. Nach einem langen Auswahlverfahren erhielt sie dieses tatsächlich.

Eine Reise durch China FOTO: FVA China

Insgesamt schickt die Organisation AIFS drei junge Deutsche nach China. Ein Mädchen kommt aus München, eines aus Dresden und Paula Meyersieck vom Niederrhein. Vor Ort treffen wird sie die beiden anderen aber nicht. Zu weit liegen ihre Wohnorte auseinander. Die Erkelenzerin wird eine internationale Schule in Wuxi besuchen, in der auf Englisch und Chinesisch unterrichtet wird, was ihr sprachlich helfen soll. "Ich habe mir Lehrbücher gekauft und versuche derzeit, mich jeden Tag zu überwinden, etwas von der neuen Sprache zu lernen", berichtet die 15-Jährige. Auch hat sie sich ein Notizbuch gekauft, in das sie alles aufschreibt, was sie vor ihrem Abflug noch besorgen muss. Dass sie dafür noch keinen genauen Flug und kein Ticket hat und dass sie noch keine Gastfamilie genannt bekommen hat, macht ihre keine Sorge. "Aufgeregt bin ich aber dennoch: wegen der anderen Sprache, der anderen Kultur und den anderen Essgewohnheiten." Wichtig für den Beginn werde sein, in "keine Fettnäpfchen zu treten". Und schön wäre es am Ende, wenn sie feststellen könne: "Dass ich die Sprache sprechen und mich verständigen kann und dass ich neue Freunde gefunden habe."

Quelle: RP
 
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