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Erkelenz
CO2-Ausstoß um 68 Prozent reduziert

Erkelenz: CO2-Ausstoß um 68 Prozent reduziert
Das Heizverhalten in den städtischen Gebäuden ist für die kommunale Energiebilanz von großer Bedeutung. 2014 wurde Heizenergie in Höhe von 14,2 Millionen Kilowattstunden verbraucht. FOTO: dpa (Archiv)
Erkelenz. Die Stadt Erkelenz legt den Energiebericht für das Jahr 2014 sowie den Entwurf des Klimaschutzkonzeptes vor. Von Andreas Speen

Energie und Geld hat die Stadt Erkelenz im vergangenen Jahr gespart. Das geht aus dem Energiebericht für 2014 hervor, den die Stadtverwaltung jetzt dem Bauausschuss vorgelegt hat. Bilanziert werden darin der Heizenergie- und Wasserverbrauch für alle städtischen Immobilien, der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung und die gesamte CO2-Einsparung - und vor allem letzte Zahl ist positiv.

"Der CO2-Ausstoß aller städtischen Gebäude und Anlagen liegt bei nur noch 3467 Tonnen", berichtete der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. "Durch die Belieferung nahezu aller städtischen Liegenschaften mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien fällt statistisch im Stromverbrauch kein CO2-Ausstoß mehr an." Seit 1993, als der erste Erkelenzer Energiebericht erstellt worden war, hat sich nach Berechnung von Lurweg der CO2-Ausstoß aller städtischer Gebäude damit um 68 Prozent reduziert. 2014 war von relativ warmen Wintermonaten geprägt, was sich auf den Energieverbrauch auswirkte. Heizenergie wurde in Höhe von 14,2 Millionen Kilowattstunden, Strom in Höhe von 5,57 Kilowattstunden und Strom für Straßenleuchten in Höhe von 1,83 Millionen Kilowattstunden verbraucht. Hinzu kam eine Wasserverbrauchsmenge von rund 76.000 Kubikmetern, was 3000 mehr als 2013 waren. "Verbrauchseinsparungen werden hierbei in Zukunft eher nicht mehr zu erzielen sein. Durch gestiegene Anforderungen in der Hygiene werden die Verbrauchswerte eher weiter steigen", prognostizierte Lurweg.

Die Gesamtkosten für Energie und Wasser betrugen für die Stadt Erkelenz im Vorjahr 2,43 Millionen Euro, was 363.000 Euro weniger als 2013 waren. Dabei trugen vor allem die 27 Prozent weniger Heiztage und günstigere Bezugskosten der Stromlieferung bei.

Um Möglichkeiten, mit allen Erkelenzern - Bürgern, Unternehmern und Kommune - in Zukunft noch mehr Energie zu sparen, geht es beim Klimaschutzkonzept, das im Entwurf im Hauptausschuss vorgestellt wurde. Unter Begleitung der FH Aachen beteiligten sich an vier Workshops in den vergangenen Monaten insgesamt 140 Erkelenzer. Erarbeitet wurde ein Entwurf mit 40 priorisierten Maßnahmen, die nun in die politische Beratung gegangen sind. Diese stellte Prof. Dr. Isabel Kuperjans vor und sprach von "tollen Ideen" zu den Bereichen Verbraucherverhalten, Bauen, Verkehr, Gewerbe und Industrie sowie Stadtverwaltung. Besonders wichtig seien für Erkelenz ein Klimaschutzmanager und Kampagnen, die mit lokalen Vorbildern für Klimaschutz werben. Umgesetzt werden soll das Klimaschutzkonzept ab Januar.

Quelle: RP
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