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Erkelenz
Das Gefühl der Kunst in Öl oder Eisen

Erkelenz: Das Gefühl der Kunst in Öl oder Eisen
Die Ausstellung präsentierten (v. l.) Ingeborg Voormanns, Yveline Moreau-Hansen, Petra Plum, Hilde Bürgers, Eva Lehmann-Weingärtner (Kunsthistorikerin), Annette Honings, Ulrike Kotlowski und Andrea Fischer. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Der Förderverein Haus Hohenbusch eröffnete kürzlich seine jährliche Kunstausstellung. Zwölf Künstler des Vereins präsentierten in den edlen Zimmern des Herrenhauses ihre Kreationen zum Thema "Emotionen". Von Katrin Schelter

Die Kunstwerke könnten wohl an keinem Platz besser zur Geltung kommen als in den weißen Hallen des Herrenhauses von Haus Hohenbusch. Von Ölgemälden über abstrakt-moderne Kunst und Skulpturen bis hin zur neuinterpretierten Hommage an große Künstler - bei der seit etwa 15 Jahren bestehenden und mittlerweile traditionellen Ausstellung der Mitglieder des Fördervereins Hohenbusch ist unter den gezeigten Stücken wieder alles dabei, was das Herz des Kunstliebhabers höher schlagen lässt. Zwölf begabte Mitglieder des Fördervereins, sowohl Hobbykünstler als auch gelernte professionelle Kunstschaffende, präsentierten bei der Vernissage im Beisein der stellvertretenden Bürgermeisterin Astrid Wolters die verschiedenen Umsetzungen ihrer Ideen zu der Thematik "Emotionen".

"Es handelt sich hier um aus der Emotion heraus geschaffene Werke, wobei jeder Künstler seine eigene Technik und Ausdrucksform in Öl, Acryl, Aquarell, in Eisen und Ton hat", sagte Eva Lehmann-Weingärtner. Die Erkelenzer Kunsthistorikerin eröffnete die Ausstellung wie auch in den vergangenen Jahren mit einer auf das Thema zugeschnittenen Ansprache. Die Emotionen seien das Bindeglied zwischen Künstler, Kunstwerk und Betrachter, die Grundlage zur Kommunikation, fuhr sie fort. Und tatsächlich wurde dieses Phänomen nur wenige Minuten später offenbar: Beim Rundgang kamen Besucher und Künstler miteinander ins Gespräch, diskutierten über den Ersteindruck des Betrachters und die Intentionen und Gedanken des kreativen Kopfes hinter dem Kunstwerk. Auch für die, die lediglich zum stillen Betrachten und Genießen gekommen waren, boten sich Abbilder aller denkbaren Facetten von Emotionen.

Das Gefühl von Freiheit, das Christa Peerlings auf ihren maritimen Bildern "Surfer" oder "Die perfekte Welle" einzufangen wusste, die ruhige Gelassenheit, die das schlafende Mädchen in Petra Plums "Das gelbe Kleid" ausstrahlt, das Spiel mit der Bandbreite der menschlichen Gesichtsausdrücke in den Werken von Yveline Moreau-Hansen und den Porträts von Barbara Kauven. Eine innige Umarmung von Liebenden hier, spritzig-leichte oder aufgewühlte Farbkompositionen in den abstrakten Gemälden von Ulrike Kotlowski und Rosita Scherf dort, oder der Gedanke an Heimat bei der Betrachtung der naturgetreu gemalten Szene der Erkelenzer Fußgängerzone von Ingeborg Voormanns - all diese Eindrücke flogen den Besuchern aus den Bildern heraus zu, regten das Nachdenken und die individuellen Assoziationen an, wie es nur die Kunst kann.

Theo und Ingeborg Voormanns, die vor fünf Jahren die Organisation der Ausstellung des Fördervereins übernahmen, freuten sich über die gute Resonanz unter den Besuchern und das Engagement der Künstler, die passend zur Thematik der Ausstellung zahlreiche neue Werke schufen. Bald werden sich Willi Arlt, Hilde Bürgers, Andrea Fischer, Laura-Helene Förster, Annette Honings, Barbara Kauven, Ulrike Kotlowski, Yveline Moreau-Hansen, Christa Peerlings, Petra Plum, Rosita Scherf und Ingeborg Voormanns auf ein Motto für die nächste Ausstellung geeinigt haben - und ihrer kreativen Fantasie weiter freien Lauf lassen.

Letzter Termin: Wer die Ausstellung über die Pfingsttage verpasst hat oder noch einmal sehen will, hat dazu am Sonntag, 22. Mai, von 11 bis 18 Uhr Gelegenheit im Herrenhaus von Haus Hohenbusch bei Hetzerath.

Quelle: RP
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