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Erkelenz
"Das ist eine großartige Leistung"

Erkelenz: "Das ist eine großartige Leistung"
Bundeskönigin Anika Wilmsen und Bundeskönig Dominik Timmermann (26) von der Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa Münster tanzen in der Erkelenzer Stadthalle. Der Bundesköniginnentag wird unvergesslich bleiben. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm, der Hochmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, lobt die Stadt und den Bezirksverband Erkelenz für die Ausrichtung des 61. Bundesköniginnentages. Von Anke Backhaus

Um 19 Uhr am Samstagabend läuteten die Glocken von St. Lambertus, nur wenig später positionierten sich die Standarten und Fahnen der Schützenbruderschaften aus den Diözesen Aachen, Essen, Köln, Münster, Paderborn und Trier auf dem Markt. Der Große Zapfenstreich mit dem Tambourkorps Golkrath und Bundesschützenmusikkorps Kleinenbroich gehörte zweifellos zu den Höhepunkten des Bundesköniginnentages.

Erkelenz hatte im Jahr 2011 den Zuschlag erhalten, den 61. Bundesköniginnentag ausrichten zu dürfen. Daran erinnerte sich Hermann-Josef Kremer, der Bezirksbundesmeister des Bezirksverbandes Erkelenz, noch ganz genau: "Damals war unser Heinzgerd Dewies aus Kückhoven noch unser Bundesschützenmeister. In einer Vorstandssitzung hatte er mir gesagt, dass der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften noch keinen Ausrichter des Bundesköniginnentages für das Jahr 2016 gefunden habe." Dewies, heutiger Ehrenbundesschützenmeister, sah in seinem heimischen Bezirksverband und in der Stadt Erkelenz offenbar gutes Potenzial, nach 1966 erneut dieses Fest ausrichten zu können.

In der Tat: Die Stadt und die heimischen Schützen zeigten sich am Wochenende von einer tollen Seite. Dieser Meinung war Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm. "Das ist eine großartige Leistung", bekannte er, der am Wochenende eigentlich etwas zurückstehen musste. Seine Frau Anne Prinzessin zu Salm Salm war nämlich die Schirmherrin des Bundesköniginnentages.

Beim Festabend in der Stadthalle erläuterte Hermann-Josef Kremer, warum er 2011 nicht sofort zugesagt habe, den Bundesköniginnentag 2016 auszurichten: "Sicherlich spielte der Gedanke an den Braunkohlentagebau und die betroffenen Gebiete eine Rolle. Doch wir haben uns gemeinschaftlich der Aufgabe gestellt." Kremer stellte ebenso heraus, dass die Erkelenzer Schützen nun das vierte große Fest bekommen haben: "Wir haben 1966 mit dem Bundesköniginnentag begonnen, weiter ging es im Jahr 1984 mit dem Bundesjungschützentag und 2000 schließlich mit dem Bundesfest." Dies, so Hermann-Josef Kremer, sei für seinen Erkelenzer Bezirksverband sehr besonders und eine Ehre.

Bundeskönigin Anika Wilmsen fühlte sich in Erkelenz ausgesprochen wohl. "Wir treffen hier herzliche und offene Menschen in Erkelenz. Junge und Alte sind vereint, so spürt man die Gemeinschaft", sagte die junge Frau am Rande des Festabends in der Stadthalle. Seit September 2015 sind sie und ihr Bundeskönig Dominik Timmermann im Amt, das sie ein Jahr lang innehaben. Mehr als 70 offizielle Termine stehen für die Majestäten in dieser Zeit an. Der 61. Bundesköniginnentag in Erkelenz ist da einer der wichtigsten gewesen.

Quelle: RP
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