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Erkelenz
Das Katerfrühstück für den Tag danach

Erkelenz: Das Katerfrühstück für den Tag danach
Möhren, Lauch, Pilze, Sprossen, Glasnudeln und eine kräftige Hühnerbrühe - dazu ein paar Gewürze und Limettensaft: Daraus besteht das Katerfrühstück von Thorsten Neumann. FOTO: Stefan Effner
Erkelenz. Im Kopf hämmert es wie verrückt, der Magen rebelliert, das Leben macht keinen Spaß mehr: Nach durchzechter Silvesternacht muss der Körper wieder ins Reine kommen. Vier Köche geben gute Tipps und verraten ihre Rezepte. Von Inge Schnettler

Dieses feurige Katerfrühstück sollte Kopfschmerzen und Übelkeit am ersten Tag im neuen Jahr im Nu besiegen: Thorsten Neumann hat nicht lange gefackelt. Der Geschäftsführer des Event-Caterers Noi! und Betreiber des Hugo-Junkers-Hangars hat uns nicht nur das Rezept für seine feurige asiatische Gemüsesuppe aufgeschrieben, sondern das Gericht auch gleich gekocht - und die einzelnen Schritte dabei fotografieren lassen. Das Rezept finden Sie im Info-Kasten. Es besteht im Wesentlichen aus Hühnerbrühe mit Möhren, Lauch, Sellerie, Mungobohnen, Glasnudeln, asiatischen Pilzen, Kokosmilch, Limette, Sweet-Sour-Chicken-Sauce, Sesam, Sesamöl, Salz, Pfeffer und Sambal Oelek. Diese scharfe Kombination sollte den Kopf ordentlich freipusten.

Willi Hastenrath, Chef vom Flachshof in Merreter, weiß genau, was dem Menschen fehlt, der die Silvesternacht ordentlich durchgefeiert hat: Kalium und Fruktose. Deshalb heißt sein Rezept: 200 Milliliter Milch, eine Banane und einen guten Löffel Honig im Mixer oder Smoothie-Maker verquirlen - und trinken. "Dieser Mix regt zum Trinken an", sagt er. Und da empfiehlt der Koch Wasser in rauen Mengen - aber ohne Kohlensäure. "Die bringt zu viel Unruhe in den Magen." Auch er kennt das Geheimrezept Hühnerbrühe. "Ich würde raten, sie vor der Silvesterparty zu trinken - und an Neujahr noch mal, sobald der Körper wieder aufnahmefähig ist."

Andreas Lehmann, Chef des gleichnamigen Restaurants, rät: "Weniger Alkohol trinken ist von vorneherein einfach besser." Wem das aber nicht gelingt, der sollte am Neujahrstag eine in Butter geröstete Scheibe Graubrot mit Rührei essen. Dazu werden Zwiebeln und geräucherter durchwachsener Speck in einer Pfanne ausgelassen, dazu kommen grob gewürfelte Tomaten und vier aufgeschlagene Eier. Andreas Lehmann empfiehlt außerdem, viel Wasser zu trinken, gut auch in Kombination mit Tomatensaft mit Salz und Pfeffer. Ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft sei auf jeden Fall anzuraten.

"Ich komme aus Berlin", sagt Denny Neumann, Chef vom Weinhof Voosen. "Da wird Rollmops gegen den Kater gegessen - oder irgendetwas anderes mit viel Salz." Eingelegtes Gemüse geht auch, sagt er, und Milch. "Die kann ich allerdings nicht runterkriegen." Seine Empfehlung: "Spazieren gehen - das hilft auf jeden Fall."

Quelle: RP
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