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Erkelenz
Das kleine Gespenst stiftet Verwirrung

Erkelenz: Das kleine Gespenst stiftet Verwirrung
Das kleine Gespenst schläft in einer schweren Eichentruhe auf dem Dachboden von Burg Eulenstein. Wenn es nachts unterwegs ist, kann es Bilder in der Ahnengalerie zum Leben erwecken. Die Schauspieler der Burghofbühne Dinslaken bekamen in Erkelenz viel Applaus. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Eine Stunde lang ließen sich kleine Zuschauer und deren Eltern in der Stadthalle Erkelenz von den Figuren aus Otfried Preußlers Kinderbuch-Klassiker aus dem Jahr 1966 verzaubern. Zu Gast war die Burghofbühne Dinslaken. Von Daniela Giess

Einmal die Welt bei Tageslicht sehen. Die Kinder, die in den Straßen spielen. Die Blumen, die im Sonnenschein auf der Wiese blühen. Das kleine Gespenst (dargestellt von Julia Sylvester) hat nur diesen einen Wunsch. Auf Einladung der Stadt Erkelenz gastierte das Ensemble der Burghofbühne Dinslaken mit "Das kleine Gespenst" in der gut gefüllten Stadthalle. Eine Stunde lang ließen sich die kleinen Zuschauer und deren Eltern verzaubern von den Figuren aus Otfried Preußlers Kinderbuch-Klassiker aus dem Jahr 1966, der in 44 Sprachen übersetzt wurde.

Das kleine Gespenst schläft in einer schweren Eichentruhe auf dem Dachboden von Burg Eulenstein. Sein bester Freund ist der Uhu Schuhu (Patric Welzbacher), mit dem es auf seinen kurzen nächtlichen Streifzügen allerhand aufregende Abenteuer erlebt. Denn das kleine Gespenst kann immer nur für eine Stunde die Truhe verlassen. Dann erweckt es die Bilder in der Ahnengalerie zum Leben, darunter die Pfalzgräfin Genoveva (Julia Kempf), Burggraf Georg Kasimir (Markus Penne) und General Torsten Torstensen (Arno Kempf), auf den die Belagerung der Stadt Eulenberg durch die Schweden vor genau 325 Jahren zurückzuführen ist.

Als die Uhr im Rathausturm verstellt wird, geht der große Wunsch des kleinen Gespensts endlich in Erfüllung - es verfärbt sich schwarz, als es von einem Sonnenstrahl getroffen wird, und kann endlich tagsüber Abenteuer erleben.

Die liebenswerte Nachtgestalt sorgt dafür, dass Fräulein Kniesebein (Marie Förster) bei seinem Anblick in Ohnmacht fällt. Auch der Bürgermeister, Uhrmachermeister Zifferle und der Darsteller des schwedischen Generals Torsten Torstensen (alle gespielt von Arno Kempf) haben ihre liebe Not mit dem kleinen Gespenst. Und das alles kurz vor den Jubiläumsfeierlichkeiten, mit denen an die Belagerung durch die Schweden vor 325 Jahren erinnert werden soll. Die Darsteller aus Dinslaken - viele übernahmen bei der rund einstündigen Inszenierung gleich mehrere Rollen - schafften es, die kleinen und großen Zuschauer gekonnt in ihren Bann zu ziehen, erreichten mit ihren Gesangseinlagen fast Musical-Qualität. Die Mädchen und Jungen im Publikum durften mit den Schulkindern Lisa (Marie Förster) und Robert (Markus Penne) von eins bis zwölf zählen - so beinhaltete das Stück einige lehrreiche Aspekte. Nachdem das kleine Gespenst schließlich eine Menge Verwirrung gestiftet und sich durch einen Mondstrahl wieder weiß verfärbt hat, kehrt es zurück auf den Dachboden von Burg Eulenstein und wird mit anhaltendem Applaus der Erkelenzer Zuschauer belohnt.

Quelle: RP
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