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Erkelenz
Der Förderung von Ausbildung verpflichtet

Erkelenz. Schleiff Bauflächentechnik mit dem Preis der Europäischen Ausbildungsallianz ausgezeichnet.

Das Erkelenzer Unternehmen Schleiff Bauflächentechnik ist mit dem Preis der Europäischen Ausbildungsallianz (EAfA) in der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen ausgezeichnet worden. Die EU-Kommissarin für Beschäftigung, Marianne Thyssen, übergab den Preis in Brüssel stellvertretend an Ulrich Paetzold vom Verband der Europäischen Bauwirtschaft. Als europaweit einzigem Mittelständler wurden damit nach Unternehmensangaben die Anstrengungen von Schleiff bei der Ausbildung junger Menschen zu Maurern sowie Holz- und Bautenschützern gewürdigt.

Das Unternehmen hatte sich auf Initiative der Baugewerblichen Verbände (BGV) an einer Aktion im Rahmen der EAfA beteiligt, bei der sich Unternehmen verpflichten, ihr Engagement in diesem Bereich weiter zu steigern. Schleiff-Geschäftsführer Ingo Reifgerste hatte dazu erklärt, der Betrieb wolle die Anzahl von Lehrlingen erhöhen, "damit wir auch in Zukunft den steigenden Anforderungen unserer Kunden unter anderem hinsichtlich technischer, qualitativer und ökologischer Aspekte gerecht werden". Möglichst alle erfolgreichen Absolventen würden übernommen. Besonders guten Auszubildenden werde anschließend ermöglicht, "eine Weiterqualifizierung zum Meister, der Top-Qualifikation des dualen Ausbildungssystems, zu durchlaufen". Schleiff wolle zudem mit Blick auf den Nachwuchs die "PR-Arbeit im Rahmen entsprechender Aktionen der Baugewerblichen Verbände und Innungen intensivieren".

Einen besonderen Erfolg der Lehrbemühungen konnte Schleiff erst vor wenigen Tagen registrieren: Patrick Miemitz wurde als Maurer Innungs- und zweiter Kammersieger im Bezirk der Handwerkskammer Aachen.

Auch den "sehr gelungenen Anfang der Integration eines Geflüchteten" stellt Ingo Reifgerste in einer Pressemitteilung Zur EAfA-Auszeichnung heraus: Der Nigerianer Ivy Okorie gehört seit September 2016 als Bauhelfer zum Team. "Wir möchten ihn wegen seines begeisternden Engagements ausbilden und danach weiterbeschäftigen", steht seither für den Schleiff-Geschäftsführer fest. Ihm imponiere nicht zuletzt, dass Ivy Okorie jeden Tag eine Anfahrt von 30 Kilometern mit dem Fahrrad auf sich nimmt, um gegen 6.30 Uhr zur Arbeit auf dem Betriebshof in Erkelenz zu sein. Als Problem erweist sich allerdings der ungewisse Aufenthaltsstaus des Nigerianers. Er ist bislang lediglich geduldet und das Asylverfahren läuft, die rechtlichen und bürokratischen Regeln erzeugten für beide Seiten eine große Unsicherheit und könnten den bisherigen Erfolg noch zunichtemachen, kritisiert Ingo Reifgerste. Man hoffe bei der Erkelenzer Unternehmen allerdings, "dass diese Probleme so schnell wie möglich gelöst werden können".

Quelle: RP
 
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