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Erkelenz
Der große Leuchtentausch

Erkelenz: Der große Leuchtentausch
Bis zum Jahr 2020 stellt Erkelenz die Laternen auf LED-Technik um. FOTO: Moll (Archiv)
Erkelenz. Erkelenz will in den nächsten fünf Jahren 3331 Quecksilber-Hochdruck-Leuchten auf LED-Technik umstellen. Dabei soll der CO2-Ausstoß der Stadt Erkelenz um 360 Tonnen pro Jahr gesenkt und Geld gespart werden. Von Andreas Speen

Rund drei Millionen Euro will die Stadt Erkelenz bis zum Jahr 2020 investieren, um die Straßenbeleuchtung zu erneuern. Die Bürger sollen davon etwa ein Drittel zahlen. Das mit dem Energieversorger NEW dazu ausgearbeitete Konzept wurde im Bau- und Hauptausschuss vorgestellt und einstimmig verabschiedet.

Hauptgrund für das groß angelegte Sanierungskonzept der Straßenbeleuchtung ist, dass derzeit in Erkelenz noch 3331 Quecksilber-Hochdruck-Leuchten (HQL) in Betrieb sind. "Ähnlich wie Glühbirnen werden diese Leuchtmittel nicht mehr hergestellt", erklärte Technischer Beigeordneter Ansgar Lurweg im Bauausschuss. Ein Austausch der Leuchtmittel sei deshalb auf Dauer unerlässlich: "Der Versorger hat zwar Reserven zurückgelegt, die aber irgendwann zur Neige gehen werden." Die Stadtverwaltung habe deshalb intensiv mit der NEW, mit der Erkelenz einen Straßenbeleuchtungsvertrag besitzt, beraten. Herausgekommen sei ein auf fünf Jahre angelegtes Sanierungskonzept.

Standorte, wo die Masten und der Leuchtenkopf ein Alter von mehr als 30 Jahren haben und HQL-Mittel eingesetzt sind, sollen komplett erneuert werden (1220 Standorte). Wo der Mast jünger als 30 Jahre ist, der Leuchtenkopf aber alt und HQL-Mittel eingesetzt werden, sollen lediglich der Leuchtenkopf und das Leuchtmittel getauscht werden (1000). Standorte, wo der Mast und der Kopf jünger als 30 Jahre alt sind, werden nur neue Leuchtmittel eingesetzt (1100). Als neue Leuchtmittel werden LED-Lampen verwendet.

Rund drei Millionen Euro sollen, gleichmäßig verteilt auf die Jahre 2016 bis 2020, investiert werden. Dem stimmte der Hauptausschuss zu. Prognostiziert wird von der Stadt Erkelenz dafür allerdings auf Basis heutiger Strompreise eine jährliche Kosteneinsparung in Höhe von 170.000 Euro ab dem Jahr, in dem das Konzept vollständig umgesetzt worden ist. Wie Beigeordneter Lurweg erklärte, sind die heutigen Straßenlaternen in Erkelenz im Durchschnitt 25 Jahre alt. Weil an den Standorten, an denen ganz neue Masten gesetzt werden, auch die Anlieger an den Kosten beteiligt werden können, was einer erwarteten Einnahme in Höhe von rund einer Million Euro entspricht, hätte sich die Investition für die Stadt Erkelenz nach etwa zwölf Jahren rentiert - ab dann sollte die Stadt folglich mehr als eineinhalb Jahrzehnte lang sparen können. Die Detailplanung soll Lurweg zufolge bis Oktober abgeschlossen sein. Danach sollen jene Bürger informiert werden, die von einer Kostenbeteiligung betroffen sind.

Gespart wird von Beginn an schon beim CO2-Ausstoß, der von der Stadt Erkelenz um 360 Tonnen pro Jahr gesenkt werden kann (umgerechnet rund 11 Tonnen Treibhausgase verursacht laut Umweltbundesamt jeder Deutsche im Durchschnitt jährlich). Das Konzept zur Sanierung der Straßenbeleuchtung ist deshalb auch Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes und des EEA-Prozesses.

Quelle: RP
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