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Erkelenz
Diakonie will Flüchtlingsberatung intensivieren

Erkelenz. Integrationsagentur für Migranten zu Jahresbeginn geschlossen. Zwei andere Angebote sollen ausgeweitet werden. Von Gabi Laue

Die Integrationsagentur für Migranten im Kreis Heinsberg mit Büros in Erkelenz und Übach-Palenberg hat ihre Arbeit eingestellt. Die Diakonie will ihre Angebote für Flüchtlinge und Zuwanderer neu organisieren und letztlich auf breitere Füße stellen.

Der Wegfall der beiden Anlaufstellen sein "kein Spar-, sondern ein Umsteuerungsbeschluss, weil wir dringenden Handlungsbedarf sehen", erklärte der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Jülich, Herbert Hamann, auf Anfrage.

"Wir müssen der aktuellen Entwicklung Rechnung tragen", sagte Hamann weiter. "Immer mehr Flüchtlinge werden den Kommunen zugewiesen, da wollen wir auch, dass ihnen ein guter Start ermöglicht wird." In Erkelenz hatte die Diakonie vor knapp 20 Jahren mit "Ausländer-Sozialberatung" begonnen.

Zuletzt stand die Arbeit mit Zugewanderten auf drei Säulen: Integrationsagentur sowie Migrantenberatung und Flüchtlingsberatung. Und die letzten beiden Felder - bisher mit je einer Fachkraft im Kreisgebiet - sollen nun verstärkt bearbeitet werden. Hamann berichtet von einer "heftig steigenden" Zahl der Anfragen: "Wir brauchen viel mehr Beratung der Menschen."

Eine Herausforderung stellt die Entscheidung für die vom Diakonischen Werk frisch zertifizierte Gruppe der mehr als 20 Integrationslotsen dar. "Es gilt, eine neue Koordination und Begleitung der Integrationslotsinnen und -lotsen aufzubauen - Vermittlung der Einsatzaufträge, die Koordination der Einsätze, die Begleitung der Lotsinnen und Lotsen oder auch die Durchführung von Teamsitzungen", so Pressesprecher Johannes de Kleine.

Die Begleitung von Ehrenamt und Netzwerken könne laut Herbert Hamann das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Heinsberg übernehmen. Die Schließung der Integrationsagentur für Migranten bedeutet auf lange Sicht keine Einbuße an Beratungsangeboten. Für ihre Vorhaben der nahen Zukunft hat die Diakonie entsprechende Förderanträge gestellt.

Quelle: RP
 
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