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Erkelenz
Die Bibel als Begleiter in Beruf und Alltag

Erkelenz: Die Bibel als Begleiter in Beruf und Alltag
Beim Bibelgespräch in der Kirche: (v.l.) Andreas Speen, Pfarrer Robin Banerjee, Wolfgang Klein, Pastor Werner Rombach und Dr. Christof Purio. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Drei ökumenische Gesprächsgottesdienste bereiten die Veranstaltung "Erkelenzer lesen aus der Bibel" vor. Zum Auftakt diskutierten in der Evangelischen Kirche Schwanenberg Dr. Christof Purrio, Wolfgang Klein und Andreas Speen. Von Philipp Schaffranek

Wie denken die Erkelenzer, die am Samstag, 5. März, in St. Lambertus eine für sie besondere Stelle aus der Bibel vorlesen und auslegen, über die Bibel? Wo sind sie zum ersten Mal mit der Bibel in Berührung gekommen, und inwiefern hilft ihnen die Bibel heute? Darüber, über den Glauben, die Bedeutung der Kirche und deren Modernisierung wurde beim ersten ökumenischen Gesprächsgottesdienst in der evangelischen Kirche Schwanenberg geredet. Das Gespräch sollte einen Vorgeschmack auf das Bibelprojekt der ev. Kirchengemeinde Schwanenberg und der Pfarrei Christkönig geben.

Pfarrer Robin Banerjee und Pastor Werner Rombach moderierten die Gesprächsrunde um den Erkelenzer Urologen Dr. Christof Purrio, den Präsidenten der Stunksitzung Erkelenz und Lehrer Wolfgang Klein, sowie Andreas Speen, Redaktionsleiter der Rheinischen Post Erkelenz. Das Bibelprojekt ist für die drei Teilnehmer ein Beispiel dafür, wie Kirche sich modernisiert. "Es ist gut, dass man auch den Laien einmal das Feld überlässt", sagte Purrio. Es biete einen anderen Zugang zur Kirche als der wöchentliche Sonntagsgottesdienst. Das Bibelprojekt zeige, wie Kirche überraschen könne, sagte Speen. Und Banerjee bekräftigte, dass das Projekt zeigen solle, dass auch ganz normale Menschen in der Bibel läsen, das sei die "Seele" des Projektes.

"Hilft ihnen der Glaube, hilft ihnen die Bibel in ihrem Beruf?", fragte Banerjee die Teilnehmer, die in ihrer Kindheit vor allem durch das Hören mit der Bibel in Kontakt kamen. Speen erzählte, dass ihm die Bibel bei der Themenfindung zu kirchlichen Festen helfe und auch seine Einstellung sei durch die Botschaft der Bibel geprägt. "Bei mir ist es schon so, dass ich mich durch die Bibel und den Glauben getragen fühle", sagte Purrio. Gerade als Arzt komme er oft mit Tod und Sterben in Kontakt. Hier biete die Bibel oft eine gemeinsame Gesprächsbasis. Und Klein sagte, dass die Entscheidung, einem Schüler vielleicht keine Sechs zu geben, auch etwas mit seinem christlichen Hintergrund zu tun habe. Dann ging es um aktuelle Entwicklungen der Kirche. "Die Gemeinschaft in diesen großen Gemeinden, die ist manchmal einfach nicht da", sagte eine Zuhörerin über die Fusion von Gemeinden. Durch diesen Prozess gehe Vertrautheit verloren, meinte Klein, aber er biete auch eine neue Chance, sich zusammenzutun. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich über die Gemeinschaft als ein Kern des Glaubens einig. "Es wird dünner im Pastoralteam, aber es gibt viele Leute, die sich einbringen", sagte Rombach und verwies auf die Wortgottesdienstleiter, für die er sich eine größere Akzeptanz wünsche.

Quelle: RP
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