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Erkelenz
Die Bibel - eine Ausstellung, zwei Orte

Erkelenz: Die Bibel - eine Ausstellung, zwei Orte
Kündigen die Bibelausstellung in den Räumen der Volksbank Erkelenz und der Kreissparkasse in Erkelenz an (v.l.): Kristian Lanske (Sparkasse), Pastor Rüdiger Puchta, Pfarrer Werner Rombach und Pfarrer Günter Wild. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Drei Erkelenzer Kirchengemeinden organisieren zum Reformationsjubiläum in ökumenischer Zusammenarbeit eine Ausstellung, die sich dem Buch der Bücher widmet. Sie holen die größte mobile europäische Bibelschau in die Stadt. Von Andreas Speen

Sich neu, erneut oder erstmals mit der Bibel auseinanderzusetzen, dazu soll eine Ausstellung anregen, die im Oktober an zwei ungewöhnlichen Orten in Erkelenz gezeigt wird. "Bibelschätze aus zwei Jahrtausenden" heißt die größte europäische Wanderausstellung zum Buch der Bücher und wird vom 6. bis 20. Oktober bei der Kreissparkasse und Volksbank in Erkelenz gezeigt - inklusive informativem und unterhaltsamem Begleitprogramm.

"Wir wollten mit der Ausstellung zu den Menschen gehen, dorthin, wo sich viele Menschen aufhalten", erklärt Rüdiger Puchta die Wahl der beiden Ausstellungsorte. Sofort hätten beide Geldinstitute zugesagt, ergänzt der Pastor der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Gottes. "Gemeinsam wollen wir dort dazu einladen, sich neu mit der Bibel zu beschäftigen", fügt Pastor Werner Rombach von der katholischen Christkönig-Pfarrei hinzu. Er verspreche sich aus dem gemeinsamen Projekt des Weiteren einen "wichtigen Impuls für die Ökumene" in Erkelenz. Günter Wild, der Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Erkelenz ist, erhofft sich ein "großes Ereignis", von dem Impulse in die Bürgerschaft ausgehen: "Wir wollen die Bibel wieder ins Gespräch bringen."

Die Ausstellung stammt von Alexander Schick, einem ausgewiesenen Bibel- und Qumranfachmann. Er hat sie so konzipiert, dass die Besucher nicht nur schauen, sondern mitmachen und miterleben können - etwas, das die drei Kirchen während der Ausstellungszeit in Erkelenz noch weiter ausbauen wollen. "Die Ausstellung ist zehnteilig. Die ersten fünf Bereiche werden in der Volksbank gezeigt und befassen sich vor allem mit dem Alten Testament. Die weiteren Bereiche werden in der Kreissparkasse gezeigt und legen einen Schwerpunkt auf die Verbreitung der Bibel", erklärt Puchta. Passend zu den Schwerpunkten könne der Besucher in der Volksbank darin eintauchen, wie die Bibel sich entwickelt hat, und werde eingeladen, an mittelalterlichen Schreibpulten Platz zu nehmen und ein Stück Bibeltext mit Tusche und Feder abzuschreiben: "Die Schreibpulte werden uns von Haus Hohenbusch zur Verfügung gestellt." In der Sparkasse wiederum wird der Nachbau einer gutenbergschen Buchpresse stehen, die der Bibel einst zur Verbreitung in der Bevölkerung verhalf. "Wir werden Druckplatten markanter Bibelstellen vor Ort haben, die nachgedruckt werden können", kündigt Rüdiger Puchta an.

Gezeigt werden in der Ausstellung wertvolle Exponate. Dazu gehören mehr als 2000 Jahre alte Originalfragmente der Qumranrollen, seltene Bibelausgaben und die Lutherbibel 1545 "Ausgabe letzter Hand". Durchgängig sorgen die drei Kirchengemeinden dafür, dass Betreuer vor Ort sind, die helfen können, Antworten auf aufkommende Fragen zu finden. Für Gruppen können Führungen gebucht werden, wobei für Schulen eine Besonderheit organisiert wird. "Die Europaschule, die Realschule der Stadt Erkelenz, bildet ,Bibelscouts' aus, die andere Schulklassen auf Augenhöhe durch die Schau führen sollen", berichtet Pfarrer Wild.

Noch ist die Ausstellung nicht vollständig. Neben der Wanderausstellung wollen Puchta, Rombach und Wild zusätzlich alte Bibeln von Erkelenzer Bürgern ausstellen. "Wer eine besondere Bibel besitzt und uns die zur Verfügung stellen möchte, möchte sich gerne an uns wenden", erklärt Günter Wild.

Alte Bibeln Wer alte Bibeln für die Ausstellung zur Verfügung stellen oder stundenweise die Ausstellungsorte betreuen möchte, kann sich an Pfarrer Günter Wild (02431 2570, guch.wild@arcor.de), Pfarrer Werner Rombach (02431 9743730, buero@christkoenig-erkelenz.de) und Pastor Rüdiger Puchta (02431 5310, ruedigerpuchta@aol.com) wenden.

Quelle: RP
 
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