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Erkelenz
Die Cornelius-Burgh-Orgel wird gebaut

Erkelenz: Die Cornelius-Burgh-Orgel wird gebaut
Am 10. Mai 2015 hatte Pfarrer Werner Rombach die Orgelempore in St. Lambertus eingesegnet. Die war für die geplante neue große Cornelius-Burgh-Orgel errichtet worden. Seit gestern ist amtlich, dass es nicht beim Modell bleibt - die Orgel wird gebaut, soll Ende 2021 ihren Dienst beginnen. FOTO: LAASER/ARCHITEKTURBÜRO VIETHEN (ARCHIV)
Erkelenz. Nun ist es amtlich: Die Erkelenzer Pfarrkirche St. Lambertus bekommt für 1,2 Millionen Euro eine neue Hauptorgel. Das besiegelten gestern Vertreter der Pfarrei Christkönig und des Orgelbauvereins mit Orgelbaumeister Martin Scholz. Von Mario Emonds

Stefan Emanuel Knauer war gestern Nachmittag vor Freude schier aus dem Häuschen: "Das ist heute einer der schönsten Tage meines Lebens", erklärte der Kantor der Pfarrei Christkönig mit Nachdruck - und wollte diese Aussage ausdrücklich nicht nur auf seine berufliche Laufbahn gemünzt wissen. "Noch Anfang dieses Jahres hätte ich nicht daran zu denken gewagt, dass wir schon heute dieses Vertragswerk unterzeichnen können", sekundierte feierlich Christkönig-Pfarrer Werner Rombach.

Die Cornelius-Burgh-Orgel wird exakt 50 Register mit gut 3200 Pfeifen haben, die sich auf vier Werke verteilen: Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedal. "Von der Disposition ist sie deutsch-romantisch intoniert", erläuterte Orgelbaumeister Martin Scholz, der das große Instrument ab 2019 in seiner Werkstatt in Mönchengladbach-Hardt bauen wird, bevor es danach in St. Lambertus aufgebaut wird und dort im Advent 2021 erstmals erklingen soll. Früher geht es nicht, weil Scholz zunächst noch mit dem Bau oder Vollendung zweier anderer Orgeln beschäftigt ist.

Die Erkelenzer Orgel (Knauer schwärmerisch: "Sie hat eine sinfonische Ausrichtung") soll in drei Abschnitten gebaut werden. Der erste umfasst die Erstellung eines Orgelwerks mit 37 Registern, wobei Gehäuse und Spieltisch bereits für die vollen 50 Register konzipiert sind. Diese Basisversion soll Ende 2021 fertiggestellt und vollständig nutzbar sein. Im Anschluss folgt Abschnitt zwei mit den drei "tiefen" Registern und ganz großen Pfeifen Untersatz 32', Posaune 32' (beide Pedal) und Fagott 16' (Hauptwerk), die allesamt im hinteren Teil der Orgel ihren Platz finden. Abschnitt drei schließlich wird genau auf der anderen Seite der Orgel realisiert: das Rückpositiv mit zehn Registern, das in die Balustrade der Empore "eingearbeitet" wird.

Im Optimalfall soll die komplette Orgel sogar früher fertiggestellt sein. "Martin Scholz hat zugesichert, alle bis Ende 2018 nachbestellten Register ebenso wie den jetzt bestellten ersten Bauabschnitt ebenfalls bis Ende 2021 fertigzustellen. Unser ehrgeiziges Ziel ist es daher, die noch fehlenden Spendensummen möglichst rasch zusammenzutragen", führte Rombach aus. Immerhin muss die Orgel durch Spenden finanziert werden - Zuschüsse vom Bistum Aachen gibt es dafür nicht.

"Wir haben für die Orgel auch keine Sparmaßnahmen an anderer Stelle ergriffen. Sie ist wirklich komplett spendenfinanziert", versicherte Rombach und bedankte sich auch beim GdG-Rat und Kirchenvorstand, die das Projekt einstimmig befürwortet hätten. Für 2019 oder 2020 stellte der Pfarrer zudem einen neuen Innenanstrich der Pfarrkirche sowie Installation einer neuen Lautsprecheranlage in Aussicht. "Diese Renovierungsmaßnahmen sind nötig und müssen vor der Errichtung der Orgel erledigt sein."

Quelle: RP
 
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