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Erkelenz
Ein Dorffest für alle Generationen

Erkelenz: Ein Dorffest für alle Generationen
Zum Dorffest in Venrath gehörte eine Hobbykunstausstellung. Josef Derichs zeigte dort seine Schiffs- und Bootsmodelle - hier nimmt er an der 1964 von ihm gebauten "Mayflower" Korrekturen vor. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Venrath und Kaulhausen haben am Samstag gemeinsam gefeiert. Aus den Orten beteiligten sich alle Vereine, und Privatpersonen unterstützten durch Kunst für eine Ausstellung oder Kuchen für die Cafeteria. Von Kurt Lehmkuhl

Etwas war neu beim Dorffest, zu dem die Dorfgemeinschaft Venrath-Kaulhausen für das Wochenende eingeladen hatte: Es fand zum ersten Mal an einem Samstag statt. "Das war ein Versuch", sagte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Ole Hersch, "ein Versuch, der durchaus geglückt ist." Denn mit der Resonanz an Nachmittag und Abend konnten die Veranstalter durchaus zufrieden sein.

Rund sechs Monate Vorbereitung steckten in dem Fest, das die seit 1972 bestehende Dorfgemeinschaft seit einigen Jahr in zweijährigem Rhythmus durchführt, wie der stellvertretende Vorsitzende Tobias Koppenhöfer berichtete. Alle Dorfvereine, die in der Dorfgemeinschaft als Dachverband vereint sind, beteiligten sich zur Freude von Hersch an diesem geselligen Beisammensein in der Dorfmitte, sei es als Mitarbeiter in der Getränkebude, am Grill, beim Verkauf von Losen für die Tombola, beim Aufbauen und Aufräumen oder durch eigene Beiträge, wie etwa das Trommler-und Pfeifercorps. Einen großen Beitrag zum Dorffest trug der Ortausschuss St. Valentin bei. Er organisierte im Pfarrheim nicht nur die zweite Venrather Hobbykunstausstellung, sondern auch eine Cafeteria, in der gestiftete Kuchen und Kaffee ausgegeben wurden.

"Restlos weg." Friederike Grates freute sich darüber, dass sämtliche Speisen und Getränke verkauft werden konnten. Ihre Freude wurde vom Vorstand der Dorfgemeinschaft durchaus geteilt. Immerhin finanziert er mit dem Erlös dieses Festes seine Aufgaben in Venrath und Kaulhausen. Dazu gehören vornehmlich die Organisation der Seniorennachmittage und die Präsente bei Goldhochzeiten. Der Kunsthandwerkermarkt konnte mit einer bemerkenswerten Attraktion aufwarten: den Schiffmodellen, die Josef Derichs aus Venrath detailgetreu bastelt. Er konnte viel sagen über seine Prachtstücke, etwa den Seenotrettungskreuzer oder die Schaarhörn, die Staatsyacht des Hamburger Senats. Derichs hatte immer viele Zuhörer um sich geschart, wenn er von seiner Passion erzählte. Aber auch die anderen Hobbykünstler fanden große Aufmerksamkeit für ihre Malereien, Handarbeiten und Textilkunst, und sogar der Kindergarten war mit einigen Kunstwerken beteiligt. Der frühe Beginn am Samstagnachmittag verlangte geradezu nach einem Programm für junge Familie. Darum kümmerte sich die Dorfgemeinschaft mit einem eigenen Angebot, das sich vornehmlich an die Kinder richtete. Hüpfburg, Torwand und eine riesige Dartscheibe mit Bällen statt Pfeilen gehörten wie selbstverständlich dazu, doch gab es auf dem Grün neben der Kirche noch ein besonderes Angebot. "Wir haben uns für die Kinder eine Bauernolympiade ausgedacht", berichtete Cornelia Koppenhöfer, die Geschäftsführerin der Dorfgemeinschaft. "Dazu gehören das Melken, das Sackhüpfen, das Gummistiefel-Weitwerfen und das Zielwerfen."

Bis Mitternacht zog sich das Dorffest hin. Und jeder war der Ansicht, es hatte sich gelohnt. Bereits am späten Abend zogen die Organisatoren ein positives Fazit ihres Festes. "Viele hatten mitgemacht. Viele Zugezogene sind mit ihren Kleinkindern gekommen, die sich ansonsten nicht an Dorfveranstaltungen beteiligten", sagte etwa Cornelia Koppenhöfer. Deren Lob und auch das der "alten Venrather: "Weiter so" sei Ansporn für das nächste Dorffest in zwei Jahren.

Quelle: RP
 
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