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Erkelenz
Ein Fuchs wird Entenpapa

Erkelenz. Theaterstück für Kinder von der Burghofbühne in der Leonhardskapelle. Von Laura-Laureen Harnisch

Ein schwarz-brauner Teppich und vier Bäume aus Federn sind in dem hellen Dachgeschoss der Leonhardskapelle aufgebaut. Ein Durcheinander aus Federn, auf das die kleinen Zuschauer gespannt blicken. Sie können es nicht erwarten und freuen sich, als eine fröhliche Melodie ertönt.

Ein Förster erscheint mit seinem Akkordeon auf der Bühne. Benedikt Thönes ist der Schauspieler, und er schlüpft abwechselnd in die Rolle des Försters, des Fuchses und der Handpuppen-Enten Lorenz und Emma. Das Theaterstück "Alle seine Entlein" von Christian Duda und Julia Friese war das vierte und letzte Kindertheaterstück der Saison und wurde von der Burghofbühne Dinslaken in der Leonhardskapelle präsentiert.

"Wisst ihr, was das hier ist?", fragt der Förster und zeigt auf die Federkonstellation. "Nein", rufen die Kinder, und das Eis zwischen ihnen und dem Schauspieler ist gebrochen. Daraufhin erzählt er in der Rolle des Försters stolz von seinem besonderen Mischwald, in dem viele Enten leben. "Enten? Im Wald?", grübeln die Kinder, während im Hintergrund ein fröhliches Gequake erschallt. Sie warten auf die Geschichte von einem Fuchs, der unfreiwillig zum wohl ungewöhnlichsten Entenpapa aller Zeiten wird, obwohl er eigentlich nur Hunger hat.

Die Kinder lauschen dem Förster. Er berichtet, wie der Fuchs Konrad und die Ente Lorenz sich kennengelernt haben: Nachdem Konrad das zurückgelassene Entenei mitgenommen hat, will er sich daraus ein Rührei machen, doch das Ei springt auf, und ein kleines Küken ruft nach seiner Mama. "Mama? Nein, Papa", reagiert Konrad, und sofort ist die Ente ihm ans Herz gewachsen und eine enge Vater-Sohn-Beziehung entsteht.

Später lernt Lorenz eine Entendame namens Emma kennen, die er süß findet, und die beiden bekommen gemeinsame Küken. "Oh wie süß", schwärmen die Kinder, bis eine schaurige Musik ertönt. Konrad will die Küken verspeisen, aber die Kinder können ihn abhalten: "Nein! Du darfst die Küken nicht fressen". So wird aus Konrad, dem Fuchs, erst ein Enten-Papa und letztendlich auch ein Enten-Opa. Er kümmert sich liebevoll um seine Entenfamilie, während der Bauch stetig knurrt. "Und jetzt ist mein ganzer Wald voller Enten", freut sich der Förster am Ende des Stücks.

Schlussendlich klatschen alle Kinder begeistert und verkünden glücklich: "Weißt du, der Fuchs hat die Enten nicht gegessen, obwohl er so Hunger hatte". So verlassen alle die geglückte Vorstellung, an der sich die Kinder mit Musik, Geräuschen und herzlichem Lachen munter beteiligt haben.

Quelle: RP
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