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Erkelenz
Ein Mosaik zum Jubiläum

Erkelenz: Ein Mosaik zum Jubiläum
Die Kinder trotzten dem Regen und zogen mit selbstgebastelten Kellen von der Kirche zum Kindergarten. Dort gab es eine Zaubervorstellung und sie konnten Enten angeln oder ihr Glück bei einer Schatzsuche probieren. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Die katholische Kindertagesstätte an der Brückstraße feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Ehemalige Mitarbeiter und frühere Kindergartenkinder, deren Kinder mittlerweile selbst die Tagesstätte besuchen, kamen zusammen. Von Natalie Urbig

Eine Fotografie aus den späten 1960er Jahren zeigt strahlende Kindergesichter: Es sind die ersten Schulanfänger, die 1966 von der katholischen Kindertagesstätte St. Lambertus an der Brückstraße in Erkelenz verabschiedet wurden. Fröhliche Kinder sind auch auf den Aufnahmen des ersten Sommerfestes zu sehen.

Das Lachen der Kinder hat bis heute für die Kindertagesstätte an der Brückstraße eine große Bedeutung, wie die Leiterin Rosi Steufmehl in ihrer Rede zum 50-jährigen Jubiläum erzählt. Sie unterstreicht es mit einer Anekdote über ihre Vorgängerin, der Leiterin Edith Birx, die aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste: "Für sie war es wichtig, dass die Kinder immer lachen", sagt Steufmehl.

Das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen der Einrichtung wurde zunächst in einem selbstgestalteten Gottesdienst mit Pastor Rombach gefeiert. In einem Festumzug begleitet der städtische Musikverein die Besucher in die Räume der St. Lambertus Kita. Dort gibt es für die Kinder eine Zaubervorstellung, sie können Buttons gestalten, Portemonnaies entwerfen, Enten angeln oder ihr Glück bei einer Schatzsuche probieren. Seit November bereiten sich die Mitarbeiter der Kita gemeinsam mit den Eltern auf die Feierlichkeiten vor. Auch von außerhalb bekamen sie viel Unterstützung. "Dank der guten Vernetzung in der Pfarre und zu den städtischen Vereinen", wie Rosi Steufmehl betont.

Ehemalige Mitarbeiter wie die Leiterin Brigitte Reuter aber auch ehemalige Kindergartenkinder, deren Kinder mittlerweile selbst die Tagesstätte besuchen, kommen auf der Jubiläumsfeier zusammen. Eingeweiht wurde die katholische Kindertagesstätte auf der Brückstraße vor 50 Jahren durch den Trägervertreter Pfarrer Hans-Walter Bosch und dem Prälat Peter Firmenich. Damals waren es 90 Kinder in drei Gruppen, die den Kindergarten besuchten. Seitdem hat sich viel geändert: 2003 wurden etwa die Waschräume und der Flurbereich renoviert, 2011 vergrößerte sich die Kindertagesstätte um einen Anbau, der eine gute Betreuung für Kinder unter drei Jahren ermöglicht. Doch nicht nur bauliche Maßnahmen wurden im Laufe der Jahre getroffen. Rosi Steufmehl erinnert sich an Zeiten, in denen die Kinder ihre Erzieherin noch Tante nannten und ihr zu Begrüßung die Hand gaben. "Damals waren es reine Sing- und Bastelkindergärten und den Eltern hat es gereicht wenn sie ihr Kind von 8 bis 12 Uhr gut versorgt wussten", erzählt die Leiterin. Heute haben sich nicht nur die Betreuungszeiten bis in den Nachmittag verlängert, auch ist das Alter der Kinder durch die U3-Betreuung deutlich jünger als in den Anfangszeiten. Mittlerweile besuchen 100 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren die Kindertagesstätte an der Brückstraße. "Auch der Bildungsauftrag der Kindertagesstätten hat sich geändert", erzählt Steufmehl. So gibt es auch in der katholischen Kita St. Lambertus verschiedene Projektgruppen, die die Kinder altersgerecht in Sprache und Naturwissenschaften fördern.

Zum Jubiläum haben die 100 Kinder zusammen mit Gabi Krause ein Mosaik erstellt, das den Tag in Erinnerung halten soll.

Quelle: RP
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