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Erkelenz
Ein Treffpunkt für Freunde guten Essens

Erkelenz: Ein Treffpunkt für Freunde guten Essens
Das Sommerwetter lockte vier Tage lang wieder viele Schlemmerfreunde nach Wassenberg, Köche und Kellner hatten alle Hände voll zu tun. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern bot der 23. Schlemmermarkt Rhein-Maas am Wochenende. Der Bereich rund ums Roßtor verwandelte sich ab Donnerstag wieder in eine große Außengastronomie und lockte viele Menschen an. Von Laura Dohmen

Frankreich konnte man in kleinen Tüten mit feinem Fleur de Sel kaufen, Italien in dunklen Flaschen mit duftendem Olivenöl bewundern, und wer sich für eines der Menüs entschied, die schön angerichtet über den Platz getragen wurden, reiste kulinarisch quer durch Europa. Der 23. Schlemmermarkt Rhein-Maas hat den Wassenberger Roßtorplatz am Wochenende erneut gefüllt - mit zwanzig Ausstellern, vielen hungrigen Besuchern und noch mehr aromatischen Gerüchen.

Vier Abende lang kochten, berieten und verkauften Restaurants, Feinkosthändler und Winzer in gemütlicher Atmosphäre. Die meisten von ihnen sind beim Schlemmermarkt längst Stammgäste. "Etwa 80 Prozent der Anbieter kommen jedes Jahr wieder", sagt Organisator Hans Brender, "wir sind schon eine feste Gemeinschaft."

Das war auch für die Besucher spürbar. Zwischen edlen Gerichten, wie einem Carpaccio von Jakobsmuschel und Sommertrüffel am Stand von Lucies Restaurant oder Fisch nach Daelenbroecker Art vom Romantik Hotel Kasteel Daelenbroeck, blieb stets Zeit für ein kurzes Gespräch über Zubereitung, Produkte oder das Schlemmen überhaupt.

"Viele interessieren sich mittlerweile für saubere und fair produzierte Nahrungsmittel", sagte auch Anja Hennes. Am Stand vom Feinkosthandel Chimera - Culinaria Sicilia verkaufte sie mit ihrem Lebensgefährten Sascha Chimera selbst in Sizilien hergestellten Öle und Weine. Zeit, um selbst über den Markt zu schlendern, bleibe neben all diesen Gesprächen mit interessierten Besuchern meist nicht, gab sie lächelnd zu. "Aber die Atmosphäre ist sehr schön", fügte sie an, "der Platz und die Leute - das passt einfach." Die Besucher, die gemütlich von einem Stand zum nächsten schlenderten, um zu gucken, zu riechen und ein wenig zu probieren, würden diesen Eindruck wohl bestätigen. Der Schlemmermarkt hat Flair - das ist über die Grenzen des Kreises hinaus längst bekannt.

So waren etwa die Hausbrauerei Walter Bräu aus Wesel und die Weinmanufaktur Zöller-Lagas sogar aus Rheinland-Pfalz gekommen. Ein weit angereistes Publikum konnte auch Gästeführerin Therese Wasch bei den Stadtführungen im Rahmen des Schlemmermarktes begrüßen. "Die Leute kommen von überall her", sagte sie und berichtete von Teilnehmern aus dem ganzen Kreis sowie aus den Niederlanden.

Doch bei aller Internationalität war den Köchen bei ihren Produkten vor allem Frische wichtig. Restaurants wie Herberg Stadt Stevenswaert aus den Niederlanden oder die Burgstubenresidenz von Sternekoch Rainer Hensen setzten daher auch auf regionale Produkte. Kaufen konnte man die etwa bei der Gewürz- und Senfmühle Terhorst und der Imkerei Liévre aus Erkelenz.

Wer nach allem Kosten und Fragen genug kulinarisches Wissen gesammelt hatte, machte es sich bei einem edlen Tropfen auf dem kleinen Platz gemütlich. Schließlich zählt für Gourmets beim Schlemmen vor allem eines: genießen.

Quelle: RP
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