| 14.53 Uhr

Hubschrauber im Einsatz
Einbrecherjagd in Golkrath läuft über zweieinhalb Stunden

Erkelenz. Mit einem Hubschrauber und vielen Beamten suchte die Polizei am Montagmorgen in Golkrath nach zwei Einbrechern. Dass ein Täter gefasst worden sein könnte, wie in dem 1000-Einwohner-Ort erzählt wurde, verneinte die Polizei gestern jedoch.

"Leider konnte die Flüchtigen nicht mehr aufgefunden werden. Sie hatten aber einen roten Rucksack zurückgelassen, der sichergestellt wurde. Darin befanden sich Kleidung und Aufbruchswerkzeuge", teilte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken mit.

Gegen 7.15 Uhr hatte es am Montag an der Wohnungstür eines Hauses an der Straße Wiesengrund geklingelt. Da die Bewohner niemanden sahen, öffneten sie ihre Türe auch nicht. Kurz darauf bemerkten sie allerdings zwei Männer, die auf ihr Grundstück eingedrungen waren, und sprachen diese direkt an. Daraufhin entfernten sich die Unbekannten sofort. Es blieb bei einem versuchten Einbruch. Die Bewohner informierten die Polizei und beschrieben die beiden Personen.

Als die Polizisten kurz danach durch Golkrath fuhren, bemerkten sie die beschriebenen Männer im Bereich der Kirche an der Straße Terreicken. Allerdings hatten die Männer auch den Streifenwagen bemerkt und rannten erneut davon. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. "Sie konnten einen der Tatverdächtigen in einem Hinterhof sichten. Als dieser über einen Zaun sprang, versuchten ihn die Polizisten festzuhalten. Er konnte sich jedoch losreißen", schilderte Frenken die Situation. Eine Polizistin sei dadurch leicht verletzt worden.

Die Suche ging weiter, und erneut rief ein Golkrather Bürger bei der Polizei an. Er hatte einen der Flüchtigen in ein Maisfeld laufen sehen. "Das Feld wurde von der Polizei umstellt und von einem Hund durchsucht", berichtete Karl-Heinz Frenken üben den Fortgang der Fahndung. Inzwischen war auch ein Polizeihubschrauber angefordert worden. Er unterstützt die Polizisten am Boden, "leider konnten die flüchtigen Personen nicht mehr aufgefunden werden, wohl aber deren Rucksack." Die Suche endete gegen 10.45 Uhr.

Nun sucht die Polizei weiter nach den beiden Männern, die von südländischer Erscheinung, etwa 1,70 Meter groß, schwarzhaarig und 20 bis 30 Jahre gewesen sein sollen. Einer hatte eine schlanke Figur und war mit einer dunklen Hose sowie einer dunklen Lederjacke bekleidet. Dieser Mann trug den roten Rucksack. Sein Komplize war mit einer dunklen Jacke bekleidet. Zeugen, die Angaben zu den beschriebenen Männern machen können, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat in Heinsberg unter Telefon 02452 9200 zu melden.

(spe)
 
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