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Erkelenz
Eine enorme Bandbreite der Gospelmusik

Erkelenz. KURT LEHMKUHL

Vieles war neu, einiges anders beim Konzert des Gospelchores Rejoising, mit dem er seinen Konzertreigen für dieses Jahr eröffnete. Rappelvoll war der Kaisersaal in Immerath (neu) bei der Premiere des neuen Programms. Unverändert geblieben ist der karitative Zweck, worauf der neue Leiter des Hospizes der Herrmann-Josef-Stiftung, Blörn Clahsen, hinwies. Wie schon seit 18 Jahren fließen "in wunderbarer Tradition" die Erlöse aus dem Auftaktkonzert an das auf Spenden angewiesene Hospiz.

Begleitet von einer auf fünf Musiker gewachsenen Begleitband präsentierte der Erkelenzer Chor eine enorme Bandbreite der Gospelmusik, die weit über das hinausgeht, was als rhythmisches Mitklatschen und lautstarkes Mitsingen bekannt ist. Chorleiter Martin Fauck hatte ein umfangreiches, breitgefächertes Programm zusammengestellt, bei dem es neben traditionellem Gospelgesang auch Raum gab für eher rockige und besinnlich-getragene Stücke. Ob mit musikalischer Begleitung oder ganz auf sich allein gestellt, zeigte Rejoising sein großes Können. Von Abnutzungserscheinungen kann selbst nach 18-jähriger Konzerttätigkeit bei dem jung gebliebenen, temperamentvollen Chor keine Rede sein.

Auch wenn der Chor als Einheit dominiert, bleibt bei den Liedern immer wieder ein Part für Solisten. Die Qualität von Rejoising lässt sich auch daran erkennen, dass es eine Vielzahl von Solisten gibt, die bei einzeln Liedern in den Vordergrund treten dürfen, um sich dann doch wieder einzureihen und als Chormitglied zu einer gesanglichen Einheit zu verschmelzen. Fauck, der sich die Chorleitung mit Ellen Nierhaus und Timo Merki teilte, hat ebenso wie Nierhaus einige Stücke für Rejoising umgearbeitet. Mit großer Souveränität dirigierte er das über 40-köpfige Ensemble aus Chor und Begleitband und trat selbst gerne in den Hintergrund, um das Dirigat Ellen Nierhaus zu überlassen, etwa beim "Light in the Hallway".

Insgesamt 23 Lieder hatte Rejoising im Repertoire. Vom besinnlich getragenen "Give me Music" bis zum eher rockigen "I can go to God in Prayer" gab es Gesang und Musik in Hülle und Fülle. Bei "Bless the Lord" war Mitsingen und bei "I am Mircale" ausdrücklich Mittanzen und -klatschen angesagt. Nach fast drei Stunden war die Zufriedenheit allgegenwärtig, bei Rejoising ebenso wie bei Publikum. Der nächste Auftritt ist am Samstag, 8. April, 16 Uhr, im Johanniter-Stift in Erkelenz.

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