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Radfahrausbildung
Eine kleine Plakette - das große Ziel der Grundschüler

Radfahrausbildung: Eine kleine Plakette - das große Ziel der Grundschüler
Die heiß begehrte Plakette: Sie ist das Ziel der Grundschüler, wenn sie erfolgreich an der Radfahrschule teilgenommen haben. FOTO: THOMAS LAMMERTZ (ARCHIV)
Erkelenz. Es gab sie schon vor Jahrzehnten, und auch heute noch sieht man die Kleinen auf ihren Fahrrädern auf den Radwegen flitzen - vor allem jetzt im Frühjahr. "Fahrradprüfung" lautet dabei das landläufige Stichwort. "Radfahrschule" nennen das hingegen die Experten der Polizei.

"Noch heute ist die Ausbildung anerkannt bei Lehrern, Eltern und Schülern", sagt Polizeihauptkommissar Michael Okuhn, stellvertretender Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg. Meist im Frühjahr schickt er seine Verkehrssicherheitsberater los, die in den Grundschulen mit den Schülern arbeiten. Theorie pauken sie mit ihren Lehrern.

Vor allem, so Okuhn, gehe es in der Radfahrschule um die Wege, die die Schüler zur Schule und zurück nach Hause nehmen. Grundsätzlich begrüßt die Polizei dieses Verkehrsmittel und auch, wenn die Schüler zu Fuß kommen. Was nach wie vor ein Problem ist und immer wieder für gefährliche Situationen vor den Schulen sorgt, ist das so genannte Elterntaxi für Kinder.

Ein Grund mehr für die Polizei im Kreis Heinsberg, sich nach wie vor in der Radfahrschule stark zu engagieren. Laut Deutscher Verkehrswacht nehmen bundesweit 95 Prozent aller Grundschüler an der Radfahrausbildung teil. Wie die Verkehrswacht informiert, beginnen erste Übungen im ersten und zweiten Schuljahr. Ziel sei es hier, dass die kleinen Schüler eine ausreichende Bewegungssicherheit erlangen, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Ein Roller ist ein Instrument, um den Gleichgewichtssinn zu schulen.

Die eigentliche Radfahrausbildung schließt sich im dritten und vierten Schuljahr an. In der Regel übernehmen die Schulen die Theorie. Im praktischen Teil ist es die Polizei, die begutachtet, ob die Fahrräder in einem verkehrssicheren Zustand sind. Fahrübungen können im Schonraum, also auf dem Schulhof, stattfinden, ehe es weitergeht im Straßenverkehr.

Am Ende steht die Prüfungsfahrt. Michael Okuhn: "Wenn die Kinder zum Abschluss die Plakette ans Fahrrad bekommen, sind sie immens stolz." Okuhn freut sich darüber, dass sich nach wie vor viele Eltern engagieren und die Radfahrschule aktiv begleiten. Zumeist stellen sie sich als Streckenposten bei der Prüfung zur Verfügung, damit die Kinder bei ihrer Fahrt ein zusätzliches Sicherheitsgefühl bekommen.

Quelle: RP
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