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Erkelenz
Entwicklung am Tagebaurand befruchten

Erkelenz. Geschenkte Weinrebe als Symbol so nahe wie möglich an den Tagebau Garzweiler II gepflanzt.

Eine Weinrebe soll symbolisch die Entwicklung am Tagebaurand befruchten. Vier Planungsbüros, die vor drei Wochen in einem fünftägigen Workshop über die Zukunft nach Garzweiler II und damit von Jüchen, Titz, Mönchengladbach und Erkelenz nachgedacht hatten, haben jeder der vier Kommunen eine Pflanze geschenkt. Erkelenz brachte sie in Kaulhausen in die Erde, wo die Braunkohlebagger in einigen Jahren am engsten an der Wohnbebauung vorbeikommen werden - keine 100 Meter vom Haus von Michael Königs entfernt.

"Wir haben Kaulhausen als Standort für die Weinrebe ausgesucht, weil hier die Tagebaugrenze und der Schutzwall am nächsten an den Menschen vorüberziehen werden. Die Rebe soll als Zeichen des Aufbruchs gepflanzt werden, das Leben am Tagebaurand zu gestalten", erklärte Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordnete der Stadt Erkelenz, bevor er den Spaten in den Boden rammte, Tobias Koppenhöfer von der Dorfgemeinschaft Venrath/Kaulhausen die Erde zur Seite schaufelte und Grundstücksbesitzer Michael Königs die Pflanze in die Erde setzte. Gute 100 Meter vom künftigen Tagebauloch entfernt soll sie nun wachsen, wobei Königs ein jährliches Weinfest für die Dorfgemeinschaft in Aussicht stellte und zweierlei forderte: "Wir pochen weiterhin darauf, dass auch für unsere Dörfer ein 400-Meter-Abstand zwischen Tagebau und Häusern hergestellt wird, so wie in Holzweiler. Außerdem muss gewährleistet werden, dass das Umfeld des Schutzwalls gescheit gestaltet wird und kein hässliches Areal inklusive eines Pumpenfeldes zwischen dem Wall und unseren Häusern entsteht."

(spe)
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