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Erkelenz
Erkelenz auf der Überholspur

Erkelenz: Erkelenz auf der Überholspur
Schnelles Internet per Knopfdruck: Gestern gaben Bürgermeister Peter Jansen (2.v.l.) und Sandra Schürger (l.) sowie Ursula Schauf-Paschek und Stefan Spee den Startschuss. FOTO: UWE HELDENS
Erkelenz. Der Vorwahlbereich 02431 ist seit Montag mit neuer Vectoring-Technik ausgebaut. Die Stadt und die Deutsche Telekom stellten gestern die Neuerungen vor. Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde sollen künftig möglich werden. Von Anke Backhaus

40 Kilometer Glasfaser sind verlegt und 80 Multifunktionsgehäuse mit modernster Technik wurden aufgestellt. "Erkelenz geht auf die Überholspur", sagte Bürgermeister Peter Jansen gestern. Zusammen mit der Telekom erklärte der Verwaltungschef, dass die Stadt Erkelenz nun startklar sei für die neue Vectoring-Technik.

Die Telekom hat das Netz im Vorwahlbereich 02431 ausgebaut, davon profitieren rund 14.000 Haushalte. "Schnelles Internet ist wichtig für das Wachstum unserer Stadt. Das neue Netz ist ein weiterer klarer Standortvorteil. Erkelenz ist damit noch attraktiver als Wohn- und Wirtschaftsstandort", sagte Jansen. Ursula Schauf-Paschek, kommunale Ansprechpartnerin für den Breitbandausbau der Deutschen Telekom, fügte hinzu: "Wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internetanschluss ist. Deshalb treibt die Telekom seit Jahren den Breitband-Ausbau voran." Rund vier Milliarden Euro investiert die Telekom pro Jahr in den Breitband-Ausbau. Das Unternehmen wirbt mit einem leistungsstarken Netz, bei dem Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Ein deutlicher Vorteil sei auch, dass beim Upload von Daten Geschwindigkeiten von bis zu 40 MBit/sek möglich sind. Dazu nennt die Telekom ein Beispiel: Wer eine CD (700 Megabyte) mit seinen schönsten Urlaubsfotos über das Internet teilen möchte, der muss bei einem DSL-Anschluss mit 1 MBit/sek Übertragungsgeschwindigkeit rund eineinhalb Stunden warten. Ein Vectoring-Anschluss macht die Übertragung in etwa zwei Minuten möglich. Unterdessen verdoppelt sich die Geschwindigkeit beim Herunterladen von 50 auf 100 Megabit pro Sekunde.

Bürgermeister Peter Jansen und Sandra Schürger vom Referat für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing erklärten übereinstimmend, "dass der Ausbau gerade für die Unternehmen in den Gewerbegebieten ein großes Plus ist". Jansen erinnerte aber auch daran, wie viele Menschen heutzutage auch zu Hause schnelles Internet benötigen, Stichwort Homeoffice.

Gute Nachrichten hatte die Telekom derweil auch für Holzweiler, das nicht mehr im Vorwahlbereich 02431 liegt, parat, denn auch dieser Ort soll Ende 2016 an das schnelle Internet angebunden werden. Die Stadt Erkelenz spricht in diesem Zusammenhang davon, diesen Weg Stück für Stück zu gehen, viel hänge dabei auch von Fördermöglichkeiten ab.

Die schnellen Internetanschlüsse kommen allerdings nicht von allein ins Haus - die Kunden müssen selbst aktiv werden. Informationen gibt es im Teleshop Schrammen, Brückstraße 2. Zusätzlich können die Kunden die Verfügbarkeit unter www.telekom.de/verfuegbarkeit prüfen. Dazu freigeschaltet ist auch die kostenlose Hotline 0800 3301000.

Quelle: RP
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