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Erkelenz
Erkelenz hat eine neue Drehleiter

Erkelenz: Erkelenz hat eine neue Drehleiter
Das neue Fahrzeug ist knapp zehn Meter lang und wiegt 14,5 Tonnen. Innerhalb von 65 Sekunden kann das Fahrzeug abgestützt und die Leiter vollständig ausgefahren werden. Eine Besonderheit ist Rundumbeleuchtung in LED-Technik. FOTO: Laaser, Jürgen (jl)
Erkelenz. Eine neue Ära wird bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Erkelenz eingeläutet. Für 575.000 Euro wurde ein neues Drehleiterfahrzeug angeschafft. Dessen größte Besonderheit ist der Korb. Jetzt werden die Maschinisten geschult. Von Anke Backhaus

ERK - FW 108. Dieses Kennzeichen hat das neue Fahrzeug bekommen. Am Freitagabend gegen 19 Uhr fuhr es auf den Hof des Feuerwehrgerätehauses an der Richard-Lucas-Straße. Damit eingeläutet wurde eine neue Ära, denn die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Erkelenz hat eine neue Drehleiter bekommen. Sie ersetzt die alte, nunmehr 28 Jahre alte Drehleiter, die zehn Jahre in Erkelenz eingesetzt wurde.

DLAK 23-12, so lautet die Bezeichnung der flammneuen Automatikdrehleiter mit Korb, die ab Anfang 2016 offiziell in Dienst gestellt werden wird. Einige Tage waren die Erkelenzer Wehrleute in Karlsruhe, um den Mercedes mit Aufbau der Firma Rosenbauer genau unter die Lupe zu nehmen und die Bedienung zu lernen. Eine Projektgruppe hatte sich lange Zeit mit dem neuen Fahrzeug auseinandergesetzt, um eben das zu konzipieren, was für Erkelenz wichtig ist. Es erfolgte eine europaweite Ausschreibung. Wie Helmut van der Beek, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Erkelenz, und Werner Heinen, Zugführer des Löschzuges Erkelenz-Mitte, erklärten, verfüge die Erkelenzer Wehr nun über ein Fahrzeug, das modernsten Anforderungen entspreche. Vor allem mit Blick auf den Korb, der mit 500 Kilogramm belastet werden kann. "Die Norm schreibt 270 Kilogramm oder drei Personen vor", sagte Heinen, der in Karlsruhe bei der Abnahme war.

Die Leiterlänge der neuen DLAK beträgt 30 Meter. In die Höhe ausgefahren kommt die Leiter auf eine Nennreichweite von 23 Metern, zwölf Meter kann der Korb hierbei vom Fahrzeug wegbewegt werden. Neben der Normbeladung hat die Erkelenzer Feuerwehr auch einige Extras aufbauen lassen. Weil die Wehrleute auch einen Schwerpunkt in der Höhen- und Absturzsicherung haben, ist ein entsprechendes "Paket" in das Fahrzeug gekommen. Ebenfalls gibt es als Zusatz einen Elektrolüfter sowie einen Sprungretter, eine Schleifkorbtrage und eine Krankentragenlagerung.

So etwas wie das Herzstück des neuen Fahrzeuges ist der Korb, der freilich nicht mit dem bisherigen Zwei-Mann-Korb verglichen werden kann. Genutzt werden kann der neue Korb für die liegende Beförderung und Betreuung von Patienten mittels Krankentragelagerung, auch wird er im Bedarfsfall Lasten anheben können. Auf den Korb kann ein Wenderohr installiert werden, das 1250 Liter Wasser pro Minute abgeben kann und das auf eine Wurfweite von bis zu 70 Metern kommt. Um Einsatzorte optimal ausleuchten zu können, hat der Korb auch Flutlichtscheinwerfer mit leistungsfähiger LED-Technik bekommen. Das Fahrzeug besitzt generell moderne Rundumleuchten in LED-Technik und ein Heckwarnsystem, kombiniert mit auffälliger Warnbeklebung.

Die Rüstzeit der Drehleiter beträgt gerade einmal 65 Sekunden. In dieser Zeit kann das Fahrzeug abgestützt, die Leiter um 90 Grad gedreht und die Leiter komplett ausgefahren und aufgerichtet werden.

Wehrleiter Helmut van der Beek dankte der Stadt Erkelenz, und hier besonders dem Feuerschutzdezernenten Dr. Hans-Heiner Gotzen, für eine unkomplizierte Zusammenarbeit. Diese, so van der Beek, habe hervorragend funktioniert.

Das neue Fahrzeug ist knapp zehn Meter lang und wiegt 14,5 Tonnen. Gekostet hat es 575.000 Euro. In Kürze werden alle Leitermaschinisten geschult, danach folgen Übungen an Objekten. Die alte Erkelenzer Drehleiter wird verkauft.

Quelle: RP
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