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Erkelenz
Europas positive Seiten entdeckt

Erkelenz: Europas positive Seiten entdeckt
Schüler der Klasse vier haben ein Memory-Spiel entwickelt, dessen Bilder die Austauschbesuche in England, Italien, den Niederlanden und Deutschland widerspiegeln. Koordiniert hat das Projekt unter anderen Silke Esser. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Ein europäisches Comenius-Projekt ging an der Franziskus-Schule zu Ende. Schüler und Lehrer wollen die Fortsetzung. Von Andreas Speen

Mit einem Europatag endete an der Franziskus-Schule Erkelenz und Houverath ein zweijähriges Projekt, bei dem Grundschüler mit Gleichaltrigen aus England, den Niederlanden sowie Italien zusammenkamen. Es war das zweite Vorhaben seiner Art, und Schüler, Lehrer und Schulleitung sind erneut so begeistert, dass sich die Grundschule um eine Fortsetzung bewerben will. Denn finanziert werden solche Projekte von der Europäischen Union.

"Wir wollen jetzt, wo wir gerade so gut in unserem Projekt stecken, gerne weitermachen", erklärt Lehrerin Silke Esser. Schüler hätten sie auch schon danach gefragt. Gesucht werden sollen dazu für die nächste Projektphase ab 2016 weitere Partnerschulen, weil das Programm dann über drei anstatt zwei Jahre laufen soll. Beteiligt waren bislang eine Schule aus Darlington in England, eine aus Capannori in Italien und eine aus dem niederländischen Elsloo.

An dem Europatag an der Franziskus-Schule Erkelenz und Houverath konnten jetzt alle Schüler noch einmal im Kleinen nachempfinden, was einige Schüler während der verlängerten Austauschwochenenden hatten erleben dürfen. So waren die Lehrerinnen Silke Esser, Heike Grapatin und Melanie Dorschner mit einer Schülergruppe, deren Zusammensetzung stets wechselte, in Italien, um an Altweiber an einem Umzug der Schule teilzunehmen und zuvor Masken dafür zu basteln - an der Franziskus-Schule konnten nun alle Kinder solche Masken im venezianischen Stil gestalten. "Jede Lehrerin hat ein Angebot zu Europa vorbereitet, das sich an den Austauschinhalten orientiert", erklärte Schulleiterin Hedwig Michalski. Einen Schultag lang konnten die Kinder an beiden Schulstandorten zwischen den Angeboten wechseln. Und zum Abschluss präsentierten die Viertklässler, die mit auf Reisen hatten gehen dürfen, noch einmal das gesamte Projekt. Außerdem hatten sie am Morgen schon Besuch von Neuntklässlern des Cusanus-Gymnasiums bekommen, die ihrerseits im Sprach- und Geschichtsunterricht für die Schüler der vierten Klassen Präsentationen und Spiele zu den Partnerländern vorbereitet hatten. "Alle vier Grundschulen, die sich an dem Projekt beteiligt haben, hatten am selben Tag einen Europatag zum Ende der Projektzeit. Und es war angeregt worden, diesen Tag gemeinsam mit einer benachbarten Europaschule zu gestalten", erzählte Michalski, weshalb der Kontakt zum Cusanus-Gymnasium zustande gekommen war, das wie die Franziskus-Schule eine Europaschule ist.

Englisch lernen Grundschüler in Grundschulen schon ab dem zweiten Halbjahr des ersten Schuljahres. So war eine Verständigung während der Austauschbesuche möglich, jedoch achteten die Lehrer darauf, dass die Gespräche auch über das Spiel oder kreative Aktionen in Gang gesetzt wurden. "Es ging darum, in jedem Land ein Fest zu besuchen, das in den anderen Ländern weniger bekannt ist", erzählte Silke Esser. Und fast immer wurde zuvor gemeinsam dafür gebastelt: Laternen für St. Martin in Erkelenz, Masken für Altweiber in Italien oder Surprisen, kunstvoll verpackte kleine Geschenke, für Sinter Klaas in Elsloo. "Es waren Bereicherungen für die Schüler, aber auch für uns Lehrer, aus denen Freundschaften entstanden sind. Für die Kinder waren das tolle Erlebnisse, bei denen sie Europa über eine positive Seite erleben konnten", berichtete Esser - Viertklässler bekämen sehr wohl die negativen Schlagzeilen wie zur Finanzwirtschaft mit: "Sie werden bei uns aber auch ab dem ersten Schuljahr für Europa sensibilisiert."

Quelle: RP
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