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Erkelenz
Fahrräder statt Fahrgeschäfte

Erkelenz: Fahrräder statt Fahrgeschäfte
Medaillen für die fleißigen Radfahrer: Heinz Nießen (2.v.r.), Vorsitzender des Radsportvereins Adler Tenholt, belohnt die radelnden Besucher. FOTO: RUTH KLAPPROTH
Erkelenz. Von Cantus-Singen über eine Volksradtour bis hin zur Fahrradauktion bot die traditionelle Kirmes des Radsportvereins Adler in Tenholt am vergangenen Wochenende ein bunt gemischtes Programm für Jung und Alt. Von Laura Dohmen

Bei einer "Kirmes" denken die meisten wohl an bunte Fahrgeschäfte und leuchtende Attraktionen. Nicht aber in Tenholt. Dort dreht sich neben Musik und Unterhaltung alles um das Fahrrad. So wartete der Radsportverein Adler Tenholt, der die Kirmes organisiert, auch am vergangenen Wochenende mit einem abwechslungsreichen Programm in der Mitte des Dorfes auf.

Für große Aufmerksamkeit sorgte vor allem die Fahrradauktion am Sonntagnachmittag. Mehr als 40 Fahrräder standen zum Verkauf und wurden von Auktionator Jörg Schramm mit allen Mitteln angepriesen. "Dieselfahrer sollten ihre Chance nutzen und ein Fortbewegungsmittel erwerben, das man auch in Städten nutzen kann", gab er scherzhaft zu bedenken. Auf der kurzerhand zur Auktionsbühne umfunktionierten Tischtennisplatte präsentierte er Damen-, Herren- und Kinderfahrräder sowie Mountainbikes und Rennräder.

Schon zuvor hatten die Besucher die Fahrräder kritisch in Augenschein nehmen können. So waren bei manchen Auktionsstücken gleich mehrere Bieter interessiert, und der Preis wurde zunächst in 2-Euro-Schritten rasch in die Höhe getrieben. Bei anderen Rädern war mehr Überzeugungskunst des Auktionators gefragt.

"Manche Räder sind von Privatpersonen und andere von einem Fahrradhändler zur Verfügung gestellt worden", berichtete der Vorsitzende des Radsportvereins, Heinz Nießen. Wer bei der Auktion, die bereits zum achten Mal stattfand, erfolgreich war, konnte sein Rad gleich vor Ort bezahlen und mitnehmen.

Zahlreiche Erfolge gab es auch bei der 41. Volksradtour. Auf insgesamt 21 Kilometern führte die Strecke über Immerath (neu) vorbei an Wockerath und Venrath zum Kontrollpunkt in Etgenbusch. Von dort ging es über Mennekrath und Terheeg durch Bellinghoven und das Gewerbegebiet Gipco zurück zum Ausgangspunkt. Mitmachen konnte jeder. "Für Familien gab es aber eine kleine Abkürzung", verriet Nießen, "damit die Kinder rechtzeitig zum Kasperletheater wieder in Tenholt waren." Zur Belohnung gab es für jeden der 100 Teilnehmer eine Medaille.

Daneben sorgte das Unterhaltungsprogramm für viel Abwechslung. Am Freitagabend begann die Kirmes mit dem sogenannten "Cantus-Singen", das erst vor wenigen Jahren im Rahmen der Kirmes eingeführt wurde und seitdem auf großen Zuspruch stößt. Dabei singt das Publikum vornehmlich Schlagerlieder bei Bier und guter Stimmung lautstark mit. "Die Resonanz war wieder sehr gut", stellte Nießen zufrieden fest. Professioneller Gesang wurde am Samstagabend von der Coverband "Glenrock" geboten. Gestern feierten die Tenholter dann ihren traditionellen Klompenball.

Kindern und Familien wurde vor allem am Sonntag ein buntes Programm geboten. Neben Fahrradtour und Auktion zogen herkömmliche Kirmesattraktionen wie etwa eine Hüpfburg sowie Stände zum Entchen-Angeln und Pfeile-Schießen die jüngsten Kirmesbesucher an. Bei der Tombola betonten die Tenholter dann aber wieder ihr ganz eigenes Verständnis von Kirmes: Als Hauptpreis gab es natürlich ein Fahrrad zu gewinnen.

Quelle: RP
 
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