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Serie Unternehmer Der Region
Fahrschüler lernen im Fahrsimulator

Serie Unternehmer Der Region: Fahrschüler lernen im Fahrsimulator
Fahrlehrer Erik Dürbaum mit Fahrschülerin Ann-Katrin Neumann (26 Jahre) am und im Fahrsimulator. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Die Ringfahrschule in Erkelenz verfügt seit Januar über einen Fahrsimulator der neuesten Generation. Seit mehr als 30 Jahren besteht die Schule - mit Standorten in Wegberg, Rheindahlen und Linnich. Von Anke Backhaus

ERKELENZ "Der Mensch muss nach wie vor aktiv sein, aber die bessere Verzahnung mit der Technik ist eben das, was man ,Mit der Zeit gehen' nennt." Das sagt Erik Dürbaum. Dabei wirft er einen Blick auf das, was er "Investition in die Zukunft" nennt. Dürbaum ist Fahrlehrer und neben Helge Gatzsch Geschäftsführer der Ringfahrschule in Erkelenz. Seit Mitte Januar verfügt die Fahrschule über einen Fahrsimulator - ein Fahrsimulator der neuesten Generation ist schon etwas Besonderes im Kreis Heinsberg.

Fahrschülerin Ann-Katrin Neumann probiert das Wunderwerk der Technik gerade aus. Sie ist 26 Jahre alt und kommt eigentlich aus Kiel. "Da oben kommt man auch ohne Führerschein zurecht", sagt sie. "Hier aber nicht, wenn man flott von A nach B gelangen will." Ann-Katrin Neumann gehörte zu den ersten Ringfahrschülern, die den Simulator nutzen. "Wir hatten bereits einen Simulator zur Probe, doch dieser hatte nur einen Bildschirm. Das war so etwas wie Mäusekino", sagt Dürbaum.

Der neue Fahrsimulator allerdings ist ein wahres Hightechgerät, das sogar einen eigenen Raum bekommen hat. Drei große Bildschirme sind zu sehen, dazu eine Kamera, die den "Fahrer" genau beobachtet. Und auch am Simulator gilt: Anschnallen!

Der Simulator bietet dem Fahrlehrer und Fahrschüler gleichermaßen Vorteile. "Die ganze Einweisung, die sonst im Auto stattfindet, kann am Simulator gemacht werden. Das spart dem Fahrschüler Kosten, denn die Fahrstunde im Auto ist nun mal teurer. Der Fahrlehrer gewinnt so auch mehr Zeit für andere Fahrschüler", sagt Dürbaum. Der automatische Fahrassistent erläutert dem Fahrschüler alle wichtigen Dinge wie die korrekte Sitzposition, Pedale, Schaltung und mehr. Das System erkennt, ob der Fahrschüler Fortschritte macht und schaltet weitere Module frei. Sind gewisse Grundkenntnisse vorhanden, geht es dann ins Auto und auf die Straße. Erik Dürbaum: "Schon nach der kurzen Zeit, in der wir den Simulator haben, zeigt sich, dass in der ersten Fahrstunde nicht mehr so viel Erkläraufwand nötig ist." Didaktisch, so findet er, sei der Simulator hervorragend aufgebaut. Allerdings unterstreicht er auch: "Selbstverständlich ist der Simulator kein Ersatz für den Fahrlehrer."

Die moderne Technik ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass das System die Fehler des Fahrschülers erkennt und ihn darauf aufmerksam macht. Unterm Strich also hat auch in der Fahrausbildung das moderne Zeitalter längst begonnen.

Gegründet wurde die Ringfahrschule am 1. Februar 1984. Damals waren es vier Fahrlehrer, die den Grundstein zur Geschichte dieser Fahrschule gelegt haben. Zuerst an der Neumühle beheimatet, hat die Ringfahrschule seit 2002 ihren Sitz an der Gewerbestraße Süd. Und hier ist ein Komplettangebot zu finden, das vom Erste-Hilfe-Kursus über den Sehtest bis hin zu Aufbauseminaren reicht. Alles aus einer Hand. Die Ringfahrschule verfügt über fünf Pkw, einen Lkw, drei Motorräder sowie Pkw- und Lkw-Anhänger. Neben fünf Fahrlehrern gibt es zwei Bürokräfte. Die Zentrale in Erkelenz ist vernetzt mit den weiteren Standorten in Wegberg, Rheindahlen und Linnich.

Quelle: RP
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