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Erkelenz
Festliche Klänge erfüllen die Hetzerather Kirche

Erkelenz. Traditionell brachte das Collegium Musicum der Anton-Heinen-VHS die Zuhörer in vorweihnachtliche Stimmung. Von Philipp Schaffranek

Die Türe der Hetzerather Kirche sei heute wie die Tür eines Adventskalenders, sagte Gemeindereferentin Irmgard Zielenbach. "Hinter dieser Tür verbirgt sich ein Konzert." So könnten sich alle Zuhörer gemeinsam auf den Advent einstimmen lassen. Unter Leitung von Ernest Frissen machten die Bläser des Collegium Musicum den Beginn. In zwei kurzen Stücken "Wachet auf Cantate Nr. 140" und "Brich an, o schönes Morgenlicht" von Bach spielten nur Fagott, Posaune, Horn, Klarinette, Oboe, Trompeten und Flöten. Erst spielten die Bläser, dann die Streicher.

Letztere starteten ihren Teil mit Arcangelos Weihnachtskonzert in G-Moll. Violinen, Celli und Kontrabässe begannen mit lebendigen Klängen im ersten Satz. Danach waren vor allem die Violinen intensiv zu hören. Die Celli begleiteten mit dumpfen, klangvollen Läufen. Im dritten Satz wurde es festlich und harmonisch. Die Soloviolinen spielten Regine Stoffels und Richard Walter. Die Soli gaben neue Themen vor, das Orchester nahm sie auf.

Passend zur Jahreszeit spielten die Streicher den Winter aus Antonio Vivaldis "Die vier Jahreszeiten". Britta Menzel zeigte ihr ganzes Können als Soloviolinistin. Begleitet von allen Streichern spielte sie ruhige und technisch schwierige, schnelle Passagen des Stückes. Die Generalbässe bildeten das Gerüst des abwechslungsreichen Stückes. Die Zuhörer applaudierten für diese Darbietung lange.

Nachdem die Bläser das tänzerische und festliche, mit Trillern verzierte "Rondeau" von Jean-Joseph Mouret gespielt hatten, vereinte sich das Orchester wieder. Bläser und Streicher musizierten nun zusammen. Die ersten gemeinsamen Stück waren "Nocturne" und "Dance of Clowns" aus "Ein Sommernachtstraum" von Felix Mendelssohn. Die Klänge passten auch in die Winterzeit. "Das passt in diese Zeit, bei dem, was in der letzten Zeit alles passiert ist", sagte Ernest Frissen zur Symphonie Nr. 4 "Die Tragische" von Franz Schubert. Das Stück begann ruhig und entwickelte bis zum Abschluss immer mehr Energie. Dass in dem traurigen Stück Phasen des Aufschwungs herauszuhören waren, machte das Stück hoffnungsvoll.

Bei den Weihnachtsliedern "Es kommt ein Schiff geladen", "Heiland, reiß die Himmel auf" und "Tochter Zion", waren die Zuhörer eingeladen, kräftig mitzusingen. Das ist Tradition beim Adventskonzert des Collegium Musicum. Die Zuhörer genossen es sichtlich, mit dem Orchester zu musizieren. Es hatte sich gelohnt, die Türe der Kirche zu öffnen. Die weihnachtlich eingestimmten Zuhörer wollten am liebsten noch nicht nach Hause gehen, weiter dem Orchester lauschen. Nach dem Konzert sammelte das Orchester Spenden für "Erkelenz für Sri Lanka". Der Verein um Bürgermeister Peter Jansen und das Pastoralteam der Pfarrei Christkönig setzt sich für das Land ein, das 2004 durch einen Tsunami in Not geriet. Mit den Spendengeldern wird ein Waisenhaus unterstützt. Lebensmittel und Medikamente werden zur Verfügung gestellt.

Quelle: RP
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