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Erkelenz
Fetzige Jazzklänge lassen den Regen vergessen

Erkelenz: Fetzige Jazzklänge lassen den Regen vergessen
Wegen schlechten Wetters fand "Jazz am Ring" dieses Jahr nicht im Garten der Kreismusikschule statt, sondern drinnen. Dort spielte auch das Windscheid/van-Meel-Duo (Jonas Windscheid, Jazzgitarre, und Casper van Meel, Bass) mit der hervorragenden Gastsängerin Tsega Tebege. FOTO: Laaser Jürgen
Erkelenz. Drei Bands boten dreieinhalbstündiges Konzert und begeisterten 100 Besucher beim elften "Jazz am Ring". Von Natalie Urbig

Kräftige Posaunenklänge tönten aus dem Gebäude des Berufskollegs am Schulring, als das Posaunenregister der Bigband "Jazzlife" unter der Leitung von Rainer Tegtmeyer die Instrumentalversion von "This little light of mine" anstimmte. Nach und nach sammelten sich rund 100 Zuhörer unter dem hohen Glasdach des Atriums, das den Blick auf einen grau verregneten Himmel freigab. Ursprünglich war die elfte Auflage von "Jazz am Ring", die der Förderkreis der Kreismusikschule Erkelenz organisiert, als Gartenkonzert geplant. Aufgrund des Wetters musste sie aber ins benachbarte Schulgebäude verlegt werden. Doch das dreieinhalbstündige Programm, in dem drei Ensembles mit Lehrern der Kreismusikschule unterschiedliche Jazzrichtungen präsentierten, ließ das schlechte Wetter schnell in Vergessenheit geraten.

Die Bigband der Kreismusikschule "Jazzlife" brachte ein vielfältiges Repertoire aus klassischem Swing, Jazz und Popmusik mit. Zum ersten Mal spielten die Jugendlichen und Erwachsenen bei "Jazz am Ring" ihre Version von Simon and Garfunkels ruhigem "Bridge over troubled water" und den "Uptown Funk" von Bruno Mars. Unterstützt wurde die Bigband bei Songs wie "And all that Jazz", "Hopelessly devoted" und "Save the last dance" durch die Solisten Ailyn von der Ruhr, Sara Philippen und Heiko Thissen aus der Gesangsklasse von Natalie Diart, die beim Finalstück "Summertime" selbst zum Mikrofon griff. Als Kontrast zur großen Bigband konnte das Trio rund um den Kreismusikschullehrer Jonas Windscheid gelten, der mit Jakob Kühnemann am Bass und Sängerin Tsega Tebege ein klassisches Jazzprogramm aus dem "Great American Songbook" zusammengestellt hatte. Zum ersten Mal war das Trio bei "Jazz am Ring" dabei. Im Wechsel reihten die Musiker schnelle und langsame Lieder aneinander, spielten mal im Gitarren-Bass-Duo oder begleiteten die starke Stimme der Sängerin Tsega Tebege, die das Publikum bei Liedern wie "When sunny gets blue" in sanfte Jazzklänge hüllte. Auch das schwungvolle Stück "Open your eyes you can fly"mit einem Songtext der amerikanischen Jazzsängerin Lizz Wright überzeugte die Zuhörer.

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr trat auch das fünfköpfige Ensemble "Funky Latin Quarter" wieder bei "Jazz am Ring" auf und rundete das Programm mit funkigem Jazz ab. Ihren fulminanten Auftakt bildete dabei der "St. Louis Blues" aus dem Jahr 1914. Inspiriert wurden die Musiker durch eine Aufnahme von Herbie Hancock und Stevie Wonder. Mit "West Coast Funk" aus den 1970ern erfolgte der Sprung in die nähere Gegenwart, die das Publikum nicht weniger begeisterte. Am Ende dankte es mit viel Applaus für die neu angebrochene Dekade der "Jazz am Ring"-Reihe.

Quelle: RP
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