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Erkelenz
Feuerwehr übt Brandeinsatz bei Schönmakers

Erkelenz: Feuerwehr übt Brandeinsatz bei Schönmakers
Auf richtige Abstimmung und Koordination kommt es im Brandfall an. Mit dem Ergebnis der Übung war Einsatzleiter Patrick Pistel zufrieden. FOTO: Uwe Heldens
Erkelenz. Um im Ernstfall gut reagieren zu können, war das Firmengelände in Holzweiler Ort der Feuerwehrübung des Zuges 3. Von Katrin Schelter

Ein Mitarbeiter der Firma Schönmackers in Holzweiler hatte während seines Kontrollganges eine starke Rauchentwicklung bei einem Hallenbereich ohne Brandmeldeanlage bemerkt. Diese Notfallmeldung ging am Freitagabend um 19 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr ein. Während der Fahrt zum Einsatzort wurden die Löschkräfte genauer informiert: eine Waschhalle des Unternehmens brennt, eine nicht bekannte Anzahl vermisster Personen befindet sich noch in der Halle und die Brandausbreitung auf anschließende Hallen ist im vollen Gange.

Bei Schönmackers angekommen, stellte sich das Brandszenario zur Erleichterung der Einsatzkräfte des Löschzugs 3 nur als Übung heraus. Dennoch wurde das Geschehen ernst genommen. "Die Schnelligkeit steht heute nicht im Vordergrund", sagte Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens. "Jede Löschgruppe hat ihren eigenen Einsatzbereich, trotzdem müssen alle ihre Arbeit auf einander abstimmen. Bei der Übung sollen sich die Dinge so einprägen, dass der Einsatz auch unter dem Zeitdruck im Ernstfall problemlos klappt", erklärte er. An der Übung des Löschzugs 3 nahmen die Löscheinheiten Holzweiler, Kückhoven-Immerath, Lövenich, Katzem und Keyenberg mit insgesamt sieben Einsatzfahrzeugen und 51 Einsatzkräften teil.

Patrick Pistel, Zugführer von Löschzug 3, hatte die Übung im Vorhinein mit seinem Vertreter Heiko Wöhler geplant und ausgearbeitet und überwachte das Geschehen vom Einsatzleitwagen aus und war zusätzlich für den Atemschutz zuständig. Im Verlauf der Übung probten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die Wasserversorgung mit Hilfe der betriebseigenen Zisterne, Außenangriffe und Innenangriffe mit Atemschutz, um die vermissten Personen aus der Halle zu retten.

Linkens und Pistel waren vor allem für das Entgegenkommen des Unternehmens Schönmackers am Standpunkt Holzweiler dankbar. "Es ist schwierig, passende Objekte zu finden, wo man mit vielen Löscheinheiten gemeinsam üben kann", sagte Pistel, und Wolfgang Linkens fügte hinzu: "Eine solche Übung auf Firmengelände ist nicht selbstverständlich". Jürgen Mitter, Anlageleiter bei Schönmackers, stellte jedoch klar, dass die Firma solche Übungen auch aus eigenem Interesse ermöglicht. "Es ist wichtig, dass sich die Einsatzkräfte auf unserem Gelände auskennen, um im Realfall schnell und richtig handeln zu können", sagte er. Da die 46 Mitarbeiter am Standort für die Entsorgung und Verwertung von Schadstoffen und Sondermüll zuständig sind, stellen vor allem die Gefahrstoffe einen Risikofaktor bei Einsätzen dar. Und wie schnell ein Ernstfall eintreten kann, hatte sich erst am Donnerstag gezeigt, als ein Container auf dem Firmengelände brannte, weil sich ein Gefäß beim Zerkleinern selbst entzündete.

Quelle: RP
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