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Kreis Heinsberg
Flüchtlinge landen in Heinsberg statt Erkelenz

Kreis Heinsberg: Flüchtlinge landen in Heinsberg statt Erkelenz
60 Helfer warteten in der Nacht zu Dienstag in Erkelenz erneut vergeblich auf die Ankunft von Flüchtlingen. FOTO: Uwe Heldens
Erkelenz. 60 Ehrenamtler haben in der Nacht auf Dienstag in Erkelenz erneut vergeblich auf die Ankunft von Flüchtlingen gewartet. Der Krisenstab des Kreises Heinsberg hatte nach einer entsprechenden Ankündigung der Bezirksregierung Köln erneut das komplette Programm mit ehrenamtlichen Helfern hochgefahren – Sanitäter, Betreuer, Mitarbeiter des Kreises, Ordnungsamt, Feuerwehr, der Security bis hin zum Landrat Stephan Pusch – alle waren vor Ort. Doch die Flüchtlinge kamen wieder nicht. Von Michael Heckers

Bereits am Freitagabend hatte die Bezirksregierung angekündigt, dass am Wochenende 210 Flüchtlinge in den Kreis Heinsberg kommen werden. Daraufhin hatte der Kreis Heinsberg mit viel Aufwand die beiden Turnhallen des Berufskollegs an der Westpromenade in Erkelenz als Erstaufnahme eingerichtet. Als am Sonntagnachmittag alles fertig war, kam gegen 15.45 Uhr die Nachricht der Bezirksregierung, dass zunächst doch keine Flüchtlinge mehr kommen sollten. Der Helfereinsatz in Erkelenz wurde daraufhin gestoppt. 

Dann wurde von der Bezirksregierung die Ankunft von 45 Flüchtlingen in Erkelenz für Dienstag, 0 Uhr, angekündigt.  60 Helfer standen bereit, Landrat Stephan Pusch war vor Ort. Doch nichts geschah - bis um kurz vor 1 Uhr in der Nacht ein weiterer Anruf kam und darauf hingewiesen wurde, dass in der Nacht keine Flüchtlinge in Erkelenz mehr zu erwarten seien. Landrat Pusch rief die Helfer zusammen und bedankte sich für ihren persönlichen Einsatz. 

Wie sich später herausstellte, war der für Erkelenz angekündigte Bus mit Flüchtlingen zwar tatsächlich auf der Westpromenade angekommen … allerdings nicht in Erkelenz, sondern in Heinsberg, wo es ebenfalls eine Notunterkunft für Flüchtlinge gibt. Da es sich um nur 19 neu angekommene Flüchtlinge handelte, wurde entschieden, dass diese in Heinsberg bleiben und dort betreut werden sollen. In Erkelenz blieb über Nacht eine Notbesetzung - falls es Neuigkeiten von der Bezirksregierung geben sollte.

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