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Erkelenz/Berlin
Für vier Tage ein Abgeordneter

Erkelenz/Berlin: Für vier Tage ein Abgeordneter
Maximilian Lemmen aus Erkelenz (M.) traf im Deutschen Bundestag auf dessen Präsidenten Norbert Lammert (r.) und den Kreis Heinsberger Abgeordneten Wilfried Oellers (beide CDU). FOTO: CDU Bundestag
Erkelenz/Berlin. Maximilian Lemmen aus Erkelenz nahm am Planspiel "Jugend und Parlament" im Bundestag teil - eine Erfahrung.

Für vier Tage Bundestagsabgeordneter sein, in Berlin Plenar-, Ausschuss-, Fraktions- und Arbeitsgruppensitzungen sowie Landesgruppentreffen zu erleben, die Sitzungen zu planen, gestalten oder auch selber zu leiten - diese Möglichkeit hatte Maximilian Lemmen aus Erkelenz. An dem Planspiel "Jugend und Parlament" konnten in diesem Jahr 315 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen. "Es freut mich sehr, dass in diesem Jahr ein Jugendlicher aus meinem Wahlkreis die Chance hatte, an diesem Planspiel teilzunehmen", berichtet der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (CDU).

Durch das Planspiel soll den Jugendlichen die Arbeitsweise des Parlaments und der Arbeitsalltag der Abgeordneten nähergebracht werden. Oellers: "Die Idee ist hervorragend. Auf diese Weise lernen Jugendliche die Arbeitsabläufe und den Weg der Gesetzgebung im Bundestag kennen". Dazu übernehmen die Teilnehmer die Rollen fiktiver Abgeordneter. Mit neuem Namen, neuer Biografie und vorgegebener politischer Gesinnung ausgestattet, bringen die Teilnehmer vier fiktive Gesetzesentwürfe durch das Gesetzgebungsverfahren. Im Verlauf des Spiels werden Fraktionen, Landesgruppen sowie Arbeitsgruppen konstituiert und deren Vorsitzende gewählt. "Mein Name ist Fabian Müller, 60 Jahre, ich habe zwei erwachsene Kinder und meinen Wahlkreis in Köln. Ich bin schon seit 1994 für die ÖSP im Bundestag. In meiner Fraktion, die gerade Oppositionspartei ist, bin ich für Ernährung und Landwirtschaft zuständig", behauptete in diesem Planspiel der 20-jährige Maximilian Lemmen über sich, der im "richtigen Leben" eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert. In den einzelnen Fraktionen diskutierten die Jugendlichen die Gesetzesentwürfe und versuchten sich auf eine gemeinsame Linie zu einigen, die sie gegenüber den anderen Fraktionen in den Ausschüssen vertraten. Am Ende des Planspiels debattierten die jungen Abgeordneten über die Beschlussempfehlungen der Ausschüsse im Plenum und stimmten über die Gesetzesentwürfe ab. "Man glaubt gar nicht, wie schwierig es ist, sich auf gesetzliche Regelungen zu verständigen. Es gibt so viele Meinungen und Interessen, die berücksichtigt werden wollen. Da führt man viele Gespräche und Diskussionen", erklärt Lemmen. Die Realitätsnähe des Planspiels wird dabei nicht nur dadurch erreicht, dass die Teilnehmer in die Rolle eines Abgeordneten schlüpfen, sondern die Sitzungen an den Originalschauplätzen stattfinden. "Es ist beeindruckend, all das, was man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, nun selbst zu sehen und den Alltag der Abgeordneten selber zu erleben." Maximilian Lemmen ist daher froh, schreibt er in einer Pressemitteilung, dass er die Möglichkeit hatte, an dem Planspiel teilnehmen zu können.

"Ich hoffe, dass alle Teilnehmer durch das persönliche Erlebnis ein tieferes Verständnis für die Abläufe im Bundestag entwickelt haben und dies auch in ihrem Freundeskreis weitertragen. Damit rückt Politik näher an die Menschen heran ", erklärt Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers.

Quelle: RP
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