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Erkelenz
Funktionalität trifft auf zeitgenössische Kunst

Erkelenz. Neubau der Begegnungsstätte St. Lambertus Immerath kann beim Tag der Architektur besichtigt werden.

Freunde der Architektur können sich am Wochenende auf ein ganz besonderes Highlight freuen, denn der Neubau der Begegnungsstätte St. Lambertus Immerath mit ihrer angeschlossenen Kapelle, kann am Samstag (11 bis 15 Uhr) und Sonntag (10 bis 14 Uhr) besichtigt werden. "Wir freuen uns und sehen uns in unserer Arbeit bestätigt ", sagt der leitende Planer Johannes Klomp, "dass die neue Begegnungsstätte St. Lambertus von der Architektenkammer NRW als eine von insgesamt drei Projekten im Kreis Heinsberg zum ,Tag der Architektur' ausgewählt wurde." Laut Architektenkammer wurden "gute, spannende und aufregende Bauwerke ausgesucht, über die es sich zu sprechen lohnt."

Der Neubau von St. Lambertus Immerath erfüllt diese Kriterien in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ist sie die erste neu erbaute Passivhauskirche in Deutschland in Massivbauweise, zum anderen ist es dem Architekturbüro Klomp gelungen, der alten Kirche Immerath, die dem Braunkohleabbau weichen muss, ein neues, modernes Gebäude entgegenzusetzen. Beispiele hierfür sind die Zweigliedrigkeit des Turmes, die "Farbigkeit" der Klinkerflächen sowie die Betonung einer Gasse als Verbindungsachse. Ein weiterer wichtiger Punkt war die hohe Funktionalität der Nebenräume der Begegnungsstätte. Zudem konnten die Planungen auch durch den Einbezug moderner zeitgenössischer Kunst überzeugen: Vom ersten Augenblick des Entwurfs an hat Klomp bewusst moderne Kunst in die Neugestaltung einbezogen. In dem Erkelenzer Künstler Karl-Heinz Laufs fand er einen Mitstreiter für sein Anliegen, Architektur, Innenarchitektur und Kunst zu einem Gesamtkunstwerk zusammenzuführen. "Ich habe es als eine ganz besondere Herausforderung angesehen, den Kirchenraum von St. Lambertus Immerath künstlerisch ausgestalten zu dürfen. Eine Aufgabe, mit der Künstler in der heutigen Zeit, in der Kirchen entweiht werden, nur noch ganz selten betraut werden," sagt Künstler Karl-Heinz Laufs, der mehr als 30 Arbeiten, angefangen vom großen Altarbild bis zu allen Kirchenfenstern entworfen, selber angefertigt oder von Fachfirmen hat bauen lassen.

Das Miteinander zwischen Architektur und Kunst unter der Berücksichtigung vieler Erinnerungsstücke aus der alten Immerather Kirche scheint aufgegangen zu sein, denn bei den vielen öffentlichen Führungen, die in den vergangenen Monaten stattfanden, wurde von den Besuchern immer wieder die stimmige, ganzheitliche Wirkung des Gebäudes angesprochen und ausdrücklich gelobt.

Quelle: RP
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