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Erkelenz
Gelderntag erinnert an Geschichte

Erkelenz: Gelderntag erinnert an Geschichte
Günther Merkens, der Vorsitzende des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, bereitet sich auf den Gelderntag vor. Zeugnisse in Erkelenz sind die Burg und das Alte Rathaus. FOTO: JÜRGEN LAASER, RENATE RESCH-RÜFFER (ARCHIV)
Erkelenz. Im Zwei- bis Dreijahrestakt kommen die Geschichts- und Heimatvereine aus dem altgeldrischen Gebiet zusammen. Im Zeichen des geldrischen Löwen und der Mispelblüte ist es am 26. September wieder soweit. Von Andreas Speen

/ Hückelhoven Heimat- und Geschichtsvereine in der niederländisch-deutschen Grenzregion erinnern seit 45 Jahren am sogenannten Gelderntag an die gemeinsame Geschichte und erkunden die Gegenwart. In diesem Jahr richtet der Heimatverein der Erkelenzer Lande den nunmehr 18. Festtag aus und wagt eine Neuerung. Zum ersten Mal treffen sich die Mitglieder und Freunde der gelderischen Vereine an zwei Veranstaltungsorten: Das ist einmal die Stadt Hückelhoven im ehemaligen Landkreis Erkelenz, die kulturhistorisch mit zu den Erkelenzer Landen zählt, und zum zweiten Erkelenz.

Die Organisatoren haben jetzt das Programm vorgestellt. Der Vormittag des Gelderntags am 26. September wird vom Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen eingeleitet. Danach steht ein Fachvortrag über die "Geselligen Reisen - Zu den Reisekontakten im Pilgerbuch des Arnold von Harff (1499)" von Professor Dr. Helmut Brall-Tuchel von der Heinrich-Heine-Universität zu Düsseldorf auf dem Programm. Dem folgt ein Vortrag in niederländischer Sprache von Drs. Augustinus Jansen aus Sittard zum Thema "Het Dekanaat Erkelenz in het oude bisdom Roermond anno 1611". Abgeschlossen wird der erste Teil des Gelderntages von Professor Hiram Kümper von der Universität Mannheim, der "Von Bestien und Hühnern - Matthias Baux als Chronist von Erkelenz und Gelderland" berichten wird, einem Thema, dem er derzeit für ein Buchprojekt insgesamt viel Aufmerksamkeit widmet.

Der zweite Teil des Gelderntags findet am Nachmittag in Erkelenz statt. Dieser wird von parallel laufenden Exkursionen und Stadtbesichtigungen geprägt sein, so wird die alte geldrische Stadt Erkelenz bei einem Stadtrundgang vorgestellt. Sie war jahrhundertelang Grenzposten zwischen den Herzogtümern Geldern und Jülich. Bei einer Exkursionen haben die Besucher des Gelderntags die Möglichkeit, mehr über "Sechs Jahrhunderte Feuerwehr" im Feuerwehrmuseum Lövenich oder "Das schwarze Silber des Rurtals" im Bergbaumuseum Hückelhoven kennenzulernen. Im Gegensatz zum "Schwarzen Gold", der Steinkohle, wird die in Hückelhoven jahrzehntelang gewonnene Anthrazitkohle als "Schwarzes Silber" bezeichnet.

Der Gegenwart widmet sich eine weitere Exkursion, die der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen leitet: zum Braunkohlentagebau Garzweiler II, zu den "verlorenen Dörfern am Tagebaurand" und zu den neuen Umsiedlungsorten. Der Gelderntag 2015 endet gegen 17 Uhr in der Erkelenzer Stadthalle mit der Nominierung des Ausrichters des 19. Gelderntags.

Quelle: RP
 
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