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Erkelenz
Geschenke spenden statt umtauschen

Erkelenz. In der Leonhardskapelle konnten nicht gewollte Weihnachtsgeschenke für hilfsbedürftige Menschen gespendet werden. Die Aktion "Heinsberg hilft" initiierte das und hat weitere helfende Ideen. Von Johanna Küppers

Wer zu Weihnachten mal wieder ein unpassendes Geschenk von seinen Liebsten bekommen hat, der musste sich in diesem Jahr nicht in den "Umtauschwahnsinn" stürzen. Eine Alternative bot die Aktion "Heinsberg schenkt" unter der Leitung von Yannick Behrendt und Prasanna Varantharajan. Sie boten unglücklich Beschenkten am Sonntagnachmittag in der Leonhardskapelle in Erkelenz die Möglichkeit an, Geschenke an hilfsbedürftige Menschen wie Flüchtlinge und Obdachlose weiterzugeben.

Ein riesiger rosafarbener Plüschteddy stach aus den Geschenken hervor, die in der Mitte der Leonhardskapelle auf einem Tisch gesammelt wurden. Alles wurde direkt sortiert - Frauenkleidung rechts, Männerkleidung links. Im Voraus hatten die beiden Initiatoren auf ihrer Facebook-Seite aufgerufen, über welche Spenden die Hilfsbedürftigen sich besonders freuen würden. Darunter fielen: Winterkleidung, Hygieneartikel sowie Schulutensilien, Decken und Handtücher.

Zwar wurden im Laufe des Tages Spenden abgegeben, der große Ansturm blieb allerdings aus. "Wir hatten keine Ahnung, wie die Aktion angenommen würde. Es war aber alles sehr spontan, da wir erst vor zwei Wochen mit der Organisation angefangen haben. Wir wollten schnell direkte Hilfe leisten", sagte Varatharajan. Wichtig sei vor allem, dass man es probiere. Dankbar sind die beiden Initiatoren besonders ihren Webdesignern, die sich um Flyer, Plakate und Visitenkarten gekümmert hatten.

Die am Sonntag gespendeten Artikel werden nun sortiert und an verschiedene soziale Einrichtungen wie "Asyl in Wegberg" und die Caritas in Erkelenz weitergeleitet. "Wir werden etwa Mitte Januar anfangen, die gesammelten Geschenke zu verteilen", sagte Varatharajan. Auf der Facebook-Seite von "Heinsberg hilft" werde der Fortschritt dokumentiert.

Für die Zukunft sind mehr solcher Geschenke-Aktionen geplant. "Wir möchten zweigleisig weitermachen und neben ,Heinsberg hilft' nun auch ,Heinsberg schenkt' öfter anbieten. Es muss schließlich keinen Anlass zum Schenken geben", sagte Varatharajan. Darüber hinaus überlegen die Initiatoren, aus der Aktion einen Flohmarkt zu machen. "Viele Hilfsbedürftige können mit einer Geldspende wahrscheinlich doch mehr anfangen als mit einem Sachgegenstand", sagte Yannick Behrendt. Auch ein Benefizkonzert in Wegberg, wo viele Flüchtlinge in Petersholz untergebracht sind, soll im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Quelle: RP
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