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Erkelenz
Gladbach prüft Klage gegen Tihange

Erkelenz. Oberbürgermeister Reiners soll Kontakt nach Aachen aufnehmen.

Die Stadt Mönchengladbach prüft, ob sie wie die Städteregion Aachen gegen die Betreiber des Atomkraftwerks Tihange klagen will. Das hat der Umweltausschuss dem Rat, der darüber am 2. März zu entscheiden hat, einstimmig bei Enthaltung der Grünen empfohlen. Das Atomkraftwerk, das nur rund 120 Kilometer von Gladbach entfernt liegt, musste schon mehrfach aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Der Reaktor 2 hat offenbar tausende Haarrisse, über deren Bedeutung es unterschiedliche Experten-Meinungen gibt. Unter anderem die Kreise Düren und Heinsberg sowie Maastricht und vier weitere niederländische Kommunen wollen die Klage unterstützen, die in dieser Woche von einer Düsseldorfer Kanzlei beim belgischen Staatsrat eingereicht worden war.

Mönchengladbachs Oberbürgermeister Reiners soll nun Kontakt nach Aachen aufnehmen, um die rechtlichen Details der Klage zu erfahren. Zudem soll die Verwaltung Kontakt mit den Kreisen Heinsberg und Viersen aufnehmen, um sich über ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Diesen Vorschlag brachten CDU und SPD ein, nachdem zuvor bereits Linke und Grüne gefordert hatten zu klagen. Eine Resolution, den 40 Jahre alten Block vom Netz zu nehmen, hatte der Rat bereits im Juni beschlossen. Diese hat allerdings symbolischen Charakter. Eine Klage kann dazu führen, dass der Betreiber die Reaktoren stillegen müssen. Aktuell gibt es noch zehn Jahre Betriebsgenehmigung.

(jüma)
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