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Erkelenz
Hoppeditz erwacht aus langem Tiefschlaf

Erkelenz: Hoppeditz erwacht aus langem Tiefschlaf
Die neue EKG-Hoppeditzia (Inge Hackbarth) ist erwacht und grüßt im Glitter-Regen aus einem Modell des Alten Rathauses heraus die Narrenschar auf dem Erkelenzer Markt. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Der "Elfte im Elften" - für die Jecken ist es wieder an der Zeit, um durchzustarten. Am Alten Rathaus fanden sich gestern die Karnevalsgesellschaften des Erkelenzer Stadtgebietes zusammen, um die neue Session 2015/2016 einzuläuten. Von Anke Backhaus

"Dremol Maak Mött" - die "Nationalhymne" der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832 (EKG), ließ das Reiterkorps Gerichhausen erklingen, als die blau-weißen Aktiven, begleitet von den weiteren Karnevalsgesellschaften des Stadtgebietes, gestern gegen 18 Uhr den Markt betraten und das Alte Rathaus ansteuerten. Angeführt von der Traditionellen Funkengarde Erkelenz Blau-Weiß der EKG, bestand auch in Erkelenz am "Elften im Elften" kein Zweifel mehr daran, dass die neue Karnevalssession 2015/2016 frisch eingeläutet ist.

Helmut Jopen, der erste stellvertretende Vorsitzende der EKG, hatte dabei seinen ganz besonderen Spaß, denn: Einerseits war er zusammen mit Bürgermeister Peter Jansen, der übrigens zu dem jecken Stelldichein eingeladen hatte, froh darüber, endlich wieder das pralle Karnevalsleben in "Möhnelenz" genießen zu können. Andererseits verkündete Jopen aber auch mit Stolz, dass eine ganz besondere Persönlichkeit der blau-weißen Erka-Stadt zurückgekehrt ist. "Nach mehreren Jahren wollen wir unseren Hoppeditz wieder zum Leben erwecken. Er hat nun lange genug geschlafen", befand Helmut Jopen. Richtig: Schon lange musste die EKG auf den Hoppeditz verzichten. Seit gestern allerdings gibt es ihn wieder. Oder besser: es gibt sie wieder - die Hoppeditzia, denn Inge Hackbarth, in der Session 2008 EKG-Prinzessin, ist der neue Oberjeck der Erkelenzer. "Lasst uns feiern bis Aschermittwoch", sagte sie voller Überzeugung.

Doch zuvor war Bürgermeister Peter Jansen wieder voll in seinem jecken Element. Er begrüßte noch amtierende Tollitäten und die, die frisch proklamiert oder auch erst inthronisiert sind. Und dann verriet der Verwaltungschef schelmisch ein kleines Geheimnis. "Wenn ich nach Immerath blicke, dann muss ich zugeben, viel lieber den Prinzen als die Jungfrau im Dreigestirn zu bützen." Kein Wunder: Als "Prinz" fungiert schließlich Daniela Jünemann, während Jörg Thiede, der sonst kernige Allrounder Immeraths, als Jungfrau die Session bestreitet. Zweifelsohne hat die KG "Immeroder Seckschürger" in dieser Session mit dem gemischten Dreigestirn (die RP berichtete) etwas Außergewöhnliches geschaffen. Besonders ist aber auch Prinzessin Katharina I. der KG "Knallköpp" Golkrath: Zum ersten Mal in der Geschichte der Grün-Weißen regiert eine Soloprinzessin - ihr Gatte Uwe hat zumindest in ihrem stattlichen Piraten-Gefolge einen sehenswerten Platz.

Und dann war da auch das Geburtstagskind, die KG "De Japstöck" Kückhoven, die 6 x 11 Jahre feiert. Wie dem auch sei: Die Erkelenzer aus dem "Citycenter" und die aus den Außenorten sind gerüstet für die fünfte Jahreszeit.

Quelle: RP
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