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Erkelenz
Hoppeditzin verlässt ihr Schlafgemach

Erkelenz: Hoppeditzin verlässt ihr Schlafgemach
Das designierte Erkelenzer Prinzenpaar Roland (3.v.l.) und Kristina (4.v.l.) Knippertz feierte den Sessionsauftakt auf dem Markt. Mit dabei waren unter anderem Helmut Jopen (l.) Dirk "Joker" Franke (2.v.l.), Thomas Becker (3.v.r.), Hoppeditz Inge Hackbarth (r.) und Kronprinzessin Sofia Knippertz (vorne/Tochter des Prinzenpaares). FOTO: Uwe Heldens/Stadt Erkelenz
Erkelenz. Viele Karnevalsfreunde feiern am "Elften im Elften" auf dem Erkelenzer Markt den Beginn der Fünften Jahreszeit. Von Kurt Lehmkuhl

Alle mögen die Session in vollen Zügen genießen, rief Helmut Jopen im Namen der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft den Narren und Vertreter der Gesellschaften zu, die sich zum Sessionsauftakt vor und auf der kleinen Bühne neben dem Alten Rathaus versammelt hatte. Ob er damit auch auf den letzten Rosenmontagszug in Erkelenz anspielte oder gar auf den für Karnevalssamstag 2017 abgesagten in Granterath, überließ er der Fantasie seiner Zuhörer.

Diese hatten sich zuhauf am Elften im Elften um 18.11 Uhr auf dem Markt eingefunden und freuten sich auf den Beginn der Fünften Jahreszeit, die in dieser Session sehr kurz ist und schon am Aschermittwoch, 14., Februar, wieder der Vergangenheit angehört. Angeführt vom Reitercorps Gerichhausen marschierten die Garden und Gruppen der EKG und die Repräsentanten der Karnevalsgesellschaften aus dem Stadtgebiet ein. Dabei mussten die EKG und Bürgermeister Peter Jansen als Gastgeber der Sessionseröffnung einige Abstriche machen. Nicht jede Gesellschaft konnte, wie sie gerne gewollt hätte, aber eigene Veranstaltungen im Heimatort ließen ein Mitwirken beim traditionellen Auftakt in Erkelenz nicht zu.

Dennoch freute sich Jansen unter anderem über die "Schnellstarter aus Venrath", die mit ihrem stattlichen Dreigestirn schon seit über eine Woche närrisch sind, die KG Gerderhahn, die am Abend selbst noch in den Karneval mit einem Dreigestirn eincheckte, die Vertreter aus Granterath, die noch über einen Neubeginn beim Zug überlegen, und die Vertreter der Keyenberger Grubenrandpiraten, die als jüngste Gesellschaft im Stadtgebiet zum ersten Mal mit Franz I. und Judith I. offizielle Tollitäten proklamieren. Aber auch die Gesellschaften aus Golkrath, Lövenich, Kückhoven, Immerath und Katzem blieben bei der Begrüßung von Jansen nicht unerwähnt. Ebenso schloss er die beiden Erkelenzer Traditionsgruppen ein, die "Flotte Theke" und die Jecken von der Burgstraße, die Jahr für Jahr ihren Teil zum närrischen Frohsinn in Möhnelenz beitragen.

Viel Geduld musste der Hoppeditz, in Erkelenz "Hoppeditzin" Inge Hackbarth aufbringen, ehe sie endlich bei empfindlich kühlen Temperaturen ihr Schlafgemach verlassen konnte. Fast zwei Stunden musste sie in ihrem Häuschen mit der Aufschrift: "Einmal Jeck, immer Jek" ausharren, derweil in "kuscheliger Atmosphäre", so Jopen, die EKG nach Jansens Auftritt Abschied nahm vom Prinzenpaar, das in der langen Geschichte der Gesellschaft die längste Regentschaft aller Tollitäten aufweist. Schon für die Session 2015/16 proklamiert, machte das Prinzenpaar Michael I. und Ute I. auch in der Session 2016/17 weiter, nachdem am Rosenmontag im vergangenen Jahr die Tränen geflossen waren. Wegen eines aufziehenden Sturms war der Höhepunkt im Leben eines närrischen Prinzenpaares abgesagt worden. Danach hat die Prinzessin, wie sie verriet, zweimal an einem Tag "Ja" gesagt: morgens im Standesamt, abends bei der erneuten Proklamation.

Fast schon erfroren war die Hoppeditzin, ehe sie von Sofia, der kleinen Tochter des designierten EKG-Prinzenpaares Roland und Kristina (Knippertz) aus ihrem Schlaf geweckt wurde. Die Session konnte beginnen und brachte Stimmung auf den Markt, als Markus Forg bekannte, heimische Lieder anstimmte. Zuvor hatte die Buure Band aus Birkesdorf bei ihrem ersten Auftritt in Erkelenz für jecke Tön und Stimmung unter den Besuchern gesorgt. Ihrem "Schön ist das Leben" wollte niemand widersprechen.

Quelle: RP
 
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