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Erkelenz
In den Herbstferien kreativ werden

Erkelenz: In den Herbstferien kreativ werden
Katho-Leiterin Christina Meyers (hinten l.) gestaltet mit den Teilnehmerinnen des Ferienangebotes Teelichter aus Gläsern und Mosaik-Steinen. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Das Katholische Kinder- und Jugendzentrum bietet derzeit ein Ferienfreizeitprogramm an. Ein Bastelkurus machte den Anfang - dort entstanden innerhalb von zwei Tagen einfallsreiche Mosaik-Windlichter im individuellen Design. Von Johanna Küppers

Basteln ist eine Geduldsprobe und daher nicht für jedermann eine Freizeitbeschäftigung. Im Katholischen Kinder- und Jugendzentrum Erkelenz allerdings, haben sich Bastelfreunde zusammengefunden und arbeiten an einem Windlicht. Der Arbeitstisch ist groß, es sind Teller verteilt auf denen Mosaiksteine in herbstlichen Farben liegen, ein paar Flaschen weißer Bastelkleber, und natürlich hat jede Teilnehmerin ein Glas vor sich stehen. Eifrig und motiviert versuchen sie in langsamen und bedachten Schritten, ein Muster auf die Gläser zu kleben. Innerhalb von zwei Tagen sollen im Katho Mosaik-Windlichter entstehen.

Das Angebot gehört zwar zum Herbstferienprogramm der Freizeiteinrichtung, dennoch sind nur Mädchen gekommen. Bewusst: Denn das Bastelangebot ist Teil des neuen Mädchentreffs, den Koordinatorin Christina Meyers eingeführt hat. Die Sozialpädagogin betreut das Katho nun seit drei Jahren und gibt erstmals Mädchen ab einem Alter von zehn Jahren einen Raum für ihre Vorlieben. "Zu unserem Jugendtreff am Samstag kommen vor allem Jungen. Manche Mädchen trauen sich nicht vorbeizuschauen, wenn sie vorher niemanden kennen", sagt Meyers. Mit dem Mädchentreff wurde nun eine neue Möglichkeit geschaffen. Beim Programm entscheiden die Teilnehmerinnen und Meyers gemeinsam. Egal, ob es eine mädchentypische Beschäftigung wie Nageldesign ist, oder eine kreative Arbeit wie Kürbisse aushöhlen, die Wünsche der Mädels werden berücksichtigt.

Basteln braucht seine Zeit, und diesen Mädchen macht es Spaß. Das Muster bestimmt jede selbst. Zwischendurch flitzen sie durch den Jugendtreff, spielen Fangen oder Twister. Immer wieder kommen die Zwischenrufe an Meyers gerichtet: "Wann können wir weiterkleben?". Die Mädchen sind voller Tatendrang. Für den zweitägigen Mosaik-Windlicht-Kursus habe Meyers bewusst eine kleine Gruppe gewählt. "Das Ankleben der kleinen Steine braucht viel Zeit und Betreuung, das kann ich bei 30 Kindern nicht gewährleisten", sagt sie. Deshalb kann das Herbstferienprogramm auch nur mit Anmeldung besucht werden.

Die Sozialpädagogin ist aufmerksam und geht auf die Kinder ein. Immer wieder schaut sie in die Runde und hilft, wenn es Schwierigkeiten gibt. Wenn der Kleber noch nicht trocken ist, passiert es schnell, dass die Steine verrutschen. Keine Seltenheit - schließlich braucht der Kleber 15 bis 20 Minuten zum Trocknen. Trotz des Eifers der Mädchen, habe Meyers eine große Zeitspanne gewählt. Jede solle in ihrem eigenen Tempo arbeiten.

Der gemütliche Kellerraum des Katho bietet einen Rückzugsort und Spaß auch in den Ferien. Am zweiten Tag des Workshops werden die Mosaiksteine noch verfugt, dann dürfen die Windlichter mit nach Hause genommen werden.

Quelle: RP
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