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Erkelenz
In der Kirchengemeinde fest verwurzelt

Erkelenz: In der Kirchengemeinde fest verwurzelt
Die Gemeinde lebt von Ehrenamtlern: Barbara Felder (von links), Karin Salentin, Pfarrer Werner Rombach und Hetty Lintzen während des Jubiläumsempfang der kfd im Pfarrzentrum. FOTO: Jörg Knappe
Erkelenz. Bei einem Jubiläumsempfang im Pfarrzentrum wurde das 100-jährige Bestehen der Frauengemeinschaft (kfd) gefeiert. Von Laura Dohmen

Denkt man an all die Veränderungen während der letzten 100 Jahre, wird schnell deutlich, dass es wohl ganz andere Zeiten waren, in denen am 14. Mai 1916 der katholische "Mütterverein" in Erkelenz gegründet wurde. Vieles hat sich inzwischen verändert. Die Gemeinschaft der Frauen in der katholischen Gemeinde spielt aber bis heute eine wichtige Rolle. Bei einem Jubiläumsempfang im Pfarrzentrum wurde das 100-jährige Bestehen der Frauengemeinschaft am Sonntag würdig gefeiert.

"Frauen haben sich immer schon zusammengeschlossen", erzählte Vorsitzende Karin Salentin mit Blick auf die Geschichte der Gemeinschaft. Diese Tradition reiche viel weiter zurück, als es das offizielle Gründungsdatum vermuten lasse - und setze sich bis heute fort. 340 Mitglieder zählt die Frauengemeinschaft derzeit. Mit Blick auf die Zukunft äußerte Salentin aber auch Bedenken. "Leider kommen nicht mehr genug Mitglieder nach", erklärte sie. Vermutlich liege das an der schrumpfenden Zahl der Gemeindemitglieder.

Dennoch machte die Gemeinschaft bei ihrer Jubiläumsfeier deutlich, dass sie in der Kirchengemeinde fest verwurzelt ist. "Sie sondern sich als Frauen nicht ab, sondern sind fest eingebunden", lobte Gemeindereferentin Barbara Felder. So verrichten die Frauen neben ihren monatlichen Treffen und Messfeiern auch Krankenbesuche, überbringen Geburtstagsgratulationen und helfen in der Vorbereitung von Gemeindefesten. Damit seien die Frauen "viel mehr als nur Küchenfeen", sagte Pastor Werner Rombach lächelnd, "sie wirken in alle Bereiche hinein."

Das erfordert ein großes Engagement - vor allem seitens der 33 "Helferinnen", die die wichtigsten Aufgaben der Frauengemeinschaft übernehmen. Die stellvertretende Erkelenzer Bürgermeisterin Astrid Wolters, die die Glückwünsche der Stadt überbrachte, würdigte das Engagement der Frauen und betonte: "Die Gemeinde lebt von Ehrenamtlern."

Daran, dass sie diese Aufgaben gern und voller Elan übernehmen, ließen Karin Salentin und die anderen aktiven Mitglieder der Frauengemeinschaft keinen Zweifel. Sie hatten nicht nur diese Jubiläumsveranstaltung organisiert und die Tische im Saal feierlich gedeckt, sondern planen bereits weiter. "Im Juni möchten wir einen Kaffeenachmittag mit dem Rjabinuschka-Chor veranstalten", kündigte die Vorsitzende an. Außerdem bereitet sie bereits den diesjährigen Tagesausflug vor.

Dabei könnten dann alle Mitglieder den roten kfd-Schal tragen, der anlässlich der Jubiläumsfeier verteilt wurde, regte Salentin an, "dann kann jeder gleich sehen: Die gehören zusammen."

Quelle: RP
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