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Kolumne
Indianer der Neuzeit

Erkelenz. Das beste Thema für eine Kolumne ist immer eins, das der größte gemeinsame Nenner von alle Leser hat, wie: Das Wetter! Kaum ein Lebensbereich interessiert die Menschen mehr. Verständlich, wenn man alleine sieht, was von eine Wettervorhersage alles abhängt: Ob man noch schnell der Wirsing umtopft, die Regenhaube einpackt oder der Rosenmontagszug absagt. Es gibt im Prinzip nur ein Thema, das die Menschen noch mehr bewegt wie das Wetter und das ist: Das April-Wetter! Denn der soeben ablaufende, gleichnamige Monat hat wieder mal alle Register aus sein Ärmel gezogen: Regen, Graupelschauer, Schnee - und das alles in ein Monat, der juristisch gesehen schon als Frühling gilt. Dass das Wetter in diese Zeiten wechselhafter ist wie die Diäterfolge von meine Frau, entlockt mir als Landwirt allerdings nur ein müdes Schulterzucken. Schließlich lautet die am häufigsten zitierte Bauernregel zu recht: "Der April macht, was er will".

Dass Bauernregel so oft der Kern vom Pudel erwischen, liegt dadran, dass wir Landwirte im Einklang mit die Natur leben und deshalb wie geschaffen sind für der Bereich 'Meteororologie' oder wie das heißt. Wir sind so was wie die Indianer der Neuzeit (und wenn das so weitergeht mit die Massentierhaltung, dann werden wir wohl auch so enden wie die).

Unser Oppa war der beste Wettervorhersager, den es gab. Dem sein rechtes Knie konnte man mehr vertrauen wie Jörg Kachelmann. Wenn unser Oppa ein leichtes Ziehen verspürt hat, dann hat es geregnet. Wenn das Knie beim Aufstehen geknackt hat, dann hat es geschneit. Und einmal ist der sogar vor die Tür gegangen und hat sich das Bein gebrochen. Und tatsächlich - es hatte gefroren! Und da ich genauso ein leidenschaftlicher Landwirt bin wie mein Oppa, kann ich euch für der kommende Monat fantastisches Wetter versprechen. Es heißt schließlich nicht umsonst: "Fiel der Regen noch im Mai - wär das richtig Sauerei."

Euer Hastenraths Will

Quelle: RP
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