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Worte Zur Woche
Innenstadtverkehr: Debatten nicht überlagern

Erkelenz. Erkelenz braucht Debatten über die anstehenden verkehrsthematischen Entscheidungen, aber keine Debatten-Debatten.

Die Verkehrssituation in Erkelenz steht vor grundlegenden Veränderungen. Aber braucht die Stadt deshalb einen erneuerten Verkehrsentwicklungsplan, wie SPD und Grüne fordern?

Die Südpromenade ist fast fertig saniert. Die Brückstraße, die Straße "Am Flachsfeld" und andere sind für 2016 geplant. Die Theodor-Körner-Straße soll ebenfalls saniert werden, wodurch sich der Parkraum verändert. CDU, FDP und Freie Wähler/UWG wollen im neuen Jahr darüber hinaus über Änderungen für die Kölner Straße im Stadtzentrum beraten, wo sie unter anderem vorschlagen, die Einbahnstraße umzukehren. Weitere verkehrspolitische Ideen haben die drei Parteien schon angekündigt. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn möchte die Stadt Erkelenz die mehr als 100 Jahre alte Bahnunterführung an der Mühlenstraße ein Stück nach Südwesten verlegen und an heutige Anforderungen anpassen. Das Bauvorhaben könnte ab 2017/18 umgesetzt werden, jedoch befürchten Anwohner eine aus ihrer Sicht zu verhindernde verkehrliche Mehrbelastung. Eine Verbindung zwischen der Landstraße 227 und der Bundesstraße 57 am Oerather Mühlenfeld soll kommen, der Landesbetrieb Straßen NRW kündigte jüngst an, dass das Vorhaben nun, mit Verspätung, 2016 realisiert werden soll. Auf dem Gelände des ehemaligen Rewe-Zentrallagers an der Aachener Straße soll Handel angesiedelt werden, weshalb sich die Verkehrsströme dort verändern dürften und Grüne, SPD und möglicherweise auch FDP, was sich Donnerstag im Hauptausschuss andeutete, sich für die Kreuzung mit der Carl-Benz-Straße einen Kreisverkehr wünschen.

Die Erkelenzer Politiker müssen keine Erneuerung des Verkehrsentwicklungsplans diskutieren, denn: Erkelenz steckt längst in einer Neukonzeption des innerstädtischen Verkehrs und der Verkehrsflächen. Das müssen sich die Politiker bewusst machen, und dann müssen sie sich gemeinsam mit all ihren Plänen, Ideen und Wünschen sowie der Stadtverwaltung an einen Tisch setzen. Das nämlich erscheint dringend erforderlich, wollen die Ratsfraktionen in den nächsten Monaten nicht in immer wiederkehrenden Redebeiträgen über die Notwendigkeit eines Verkehrsentwicklungsplans diskutieren. Käme es so, drohte, dass die Pläne, Ideen und Wünsche - egal, ob zu befürworten oder nicht - dabei schnell in den Hintergrund der Beratungen geraten. Das ist zu verhindern, dafür ist das Verkehrsthema für die Innenstadt viel zu wichtig und zu vielschichtig.

Quelle: RP
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