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Erkelenz/Jülich
Innovationsregion benennt Modellprojekte

Erkelenz/Jülich. Masterplanung für die Zukunft am Tagebau Garzweiler II ist jetzt offiziell IRR-Modellprojekt.

Das "Programm für die Strukturentwicklung des Braunkohlereviers steht", teilt die Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) mit. Erkelenz ist darin über den Masterplan vertreten, der gemeinsam mit Mönchengladbach, Jüchen und Titz erarbeitet wird und der auf die Zukunftsgestaltung am Tagebau Garzweiler II abzielt.

"Der Startschuss ist gefallen", bilanziert der Vorsitzende des Aufsichtsrats der IRR und Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium, Dr. Günther Horzetzky. Die IRR hatte im Herbst 75 Projektvorschläge präsentiert, die aus einem Ideenwettbewerb zur weiteren Qualifizierung ausgewählt wurden. Allen wurde ein Kandidatenstatus verliehen. Sie sollen in den nächsten Jahren zu konkreten Projekten weiterentwickelt und umgesetzt werden.

Jetzt hatte die Gesellschafterversammlung der IRR, unterstützt von einem Fachbeirat, vor der Aufgabe gestanden, aus den 75 ausgewählten Projektvorschlägen "ein operationalisierbares Programm zu machen", wie der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Michael Kreuzberg, als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung in einer Pressemitteilung erklärt. Und der nach der ersten Aufsichtsratssitzung der IRR im neuen Jahr mitteilt: "Das Programm steht." Zehn Projektkandidaten sind zu offiziellen IRR-Modellprojekten gekürt und damit auf die nächste Stufe gehoben worden. Das heißt, dass dieses erste Paket aus zehn sogenannten Starterprojekten in diesem Jahr umgesetzt werden kann. Der sich in der Erarbeitung befindende Masterplan des informellen Planungsverbands mit Sitz in Erkelenz gehört dazu. "Das Rheinische Revier wird schnell von den Starterprojekten profitieren", sagt Horzetzky. "Das Land wird sie mit der IRR und der Region begleiten und, soweit notwendig, beim Antrag auf Fördermittel unterstützen."

Neben diesen zehn Projekten hat der Aufsichtsrat unterschiedliche Qualifizierungsbedarfe für die 65 übrigen Projektkandidaten festgestellt - wozu auch ein "Standortkonzept für ein Tagebau-Dokuzentrum Immerath Mühle" gehört - und ein Verfahren für die weitere Qualifizierung auf den Weg gebracht. Ob in Einzelbetreuung oder im Verbund, jeder Ideengeber soll "passgenaue Unterstützung: vom Wissenstransfer bis zur Suche nach Finanzierungsmitteln" erhalten. Ferner hat der Aufsichtsrat für zehn weitere Projekte das Potenzial gesehen, dass sich aus ihnen mögliche Schwerpunktprojekte für die wirtschaftliche Entwicklung herausschälen könnten. Die sollen in nächster Zeit maßgeblich weiterqualifiziert werden. "Damit gibt es einen regionalen Konsens über den Umgang mit dem Projekte-Kanon der IRR", erklärt erfreut Michael Kreuzberg. Horzetzky nennt die IRR "Dekaden-Programm für die ganze Region".

(spe)
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