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Erkelenz
Irish Dance "viel schwieriger als gedacht"

Erkelenz: Irish Dance "viel schwieriger als gedacht"
RP-Leser hatten ein "Meet and Step" gewonnen und durften vor der Show "The Spirit of Ireland" mit Laura Kerr und Chris Copeland trainieren: Stefan Selvaratnam, Mary Selvaratnam, Judith Thönissen und Hiltrud Vanderfuhr. FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. Viel Applaus belohnte die Akteure von "The Spirit of Ireland" zum Schluss für ihre mitreißende Darbietung in der gut gefüllten Stadthalle am Franziskanerplatz. Erkelenz gehörte zum Start der großen Gastspielreise durch Deutschland. Von Daniela Giess

Immer wieder wählte er die Telefonnummer der Rheinischen Post. Besetzt. Und wieder. Und wieder. "Ich habe nicht damit gerechnet, doch noch durchzukommen", erzählt Stefan Selvaratnam. Der 31-jährige Erkelenzer hat Glück, gewinnt bei einer Verlosung zwei Eintrittskarten für die temperamentvolle Stepptanz-Show "The Spirit of Ireland" in der Erkelenzer Stadthalle.

Der junge Mann lud seine Mutter Mary (63) ein. Was beide sonst nur vom Fernsehbildschirm kannten, erlebten sie nun live aus der zweiten Reihe. Auch Judith Thönissen (39) aus Erkelenz gewann zwei Karten - sie nahm ihre Freundin Hiltrud Vanderfuhr mit. Die beiden Freundinnen durften sogar in der ersten Reihe Platz nehmen, als das rasante Tanz-Spektakel am Mittwochabend über die Bühne ging. Vorher konnten die vier Gewinner noch einen Blick hinter die Kulissen werfen und einige einfachere Grundschritte erlernen.

Laura Kerr und Chris Copeland brachten ihnen bei, wie in Irland getanzt wird. Die beiden ausgebildeten Profitänzer erzählten ihren Tanzschülern, dass alle Mitglieder des Ensembles bereits im Alter von vier oder fünf Jahren begonnen hatten, Irish Dance zu erlernen. Formationen wie "River Dance" oder "Lord of the Dance" machten den Stepptanz in der ganzen Welt populär. "In Irland ist das alles eine große Szene", berichtete Tourneeleiter Michael Schweiger von der Miro Entertainment GmbH. "Man kennt sich, tauscht sich aus. Eine rege Kultur." Und weiter: "Da steht dann plötzlich einer auf einem Podest und zeigt neue Schritte. Das ist keine verstaubte Tradition. Die Jugendlichen leben das."

Acht Tänzerinnen und Tänzer, eine Sängerin sowie fünf Musiker - das ist "The Spirit of Ireland", der auch die Erkelenzer Zuschauer für zwei Stunden auf die grüne Insel entführte. Bis Ende März ist die internationale Truppe, der unter anderem Tänzer aus London, München und Dublin angehören, auf Tournee in ganz Deutschland. 80 Auftritte in drei Monaten. Erkelenz gehörte zum Start der großen Gastspielreise. Dormagen, Bonn und Königswinter sind die nächsten Stationen. Das Besondere: Bei "The Spirit of Ireland" ist alles live, die Musiker fiedeln und spielen Akkordeon, präsentieren alte keltische Melodien.

"Wir sind europaweit die einzige Produktion, die das so anbietet", sagt Michael Schweiger. Klackernde Schuhe auf dem Bühnenboden, farbenprächtige Kostüme und schwungvolle Tanz-Einlagen - so zogen Sängerin, Musiker und die acht Tänzer das Publikum in ihren Bann. Viel Applaus belohnte die Akteure zum Schluss für ihre mitreißende Darbietung in der gut gefüllten Erkelenzer Stadthalle.

"Es ist sehr viel schwieriger, als ich gedacht habe", sagt RP-Gewinner Stefan Selvaratnam anerkennend. Mutter Mary nickt. "Ich sehe lieber nur zu." Auch den Freundinnen Judith Thönissen und Hiltrud Vanderfuhr hat der Abend gut gefallen. "Wir bleiben aber beim gemeinsamen Joggen", erklärt Judith Thönissen, die ihre Freundin mit den gewonnenen Eintrittskarten völlig überraschte.

Quelle: RP
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