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Erkelenz
Karneval vom anderen Stern feiern

Erkelenz: Karneval vom anderen Stern feiern
Prinz Holger I. und Prinzessin Michaela I. regieren nun bei den Lövenicher "Hoppesäck". Nach der Proklamation gratulierte Präsident Jürgen Drews (r.). FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. Die KG "Lövenicher Hoppesäck" feierte die Proklamation des Prinzenpaares. Zu Gast waren viele närrische Freunde. Von Johanna Küppers

Fünf bis sieben Minuten dauert es, bis die KG "Lövenicher Hoppesäck" aufmarschiert ist. Die Zuschauer brauchen einen langen Atem zum Klatschen, bis alle Narren auf der Bühne stehen. Dann rufen, winken und singen dort oben 120 Leute. Darunter sind Gremien wie der Senat, Elferrat, die Hoppeblömkes, Piraten, Tanzgarden und natürlich das Prinzenpaar. Dieses wurde nun pünktlich am "Elften im Elften" proklamiert.

Als die Gesellschaft vor 15 Jahren den Schritt wagte, ihre Proklamation unter der Woche zu feiern, landete sie einen Volltreffer. Seither treffen sich die närrischen Freunde jedes Jahr am 11. November. Auch wenn dafür ein Urlaubstag in Anspruch genommen werden muss. Denn an diesem Abend lernen die Gäste das neue Prinzenpaar kennen, welches die KG bis Aschermittwoch begleiten wird.

Prinz Holger I. und seine Ehefrau Michaela I. (Eheleute Deffinger) wollen getreu ihrem Motto "Karneval von einem anderen Stern" feiern. Die Idee kam Prinz Holger bei der Arbeit. Als Projektmanager vertreibt er Maschinen im Bereich Luft-und Raumfahrt. Seine Prinzessin Michaela I. verbringt ihren Alltag als Rechtsanwaltsfachangestellte.

Unterstützt wird das Prinzenpaar von einem großen Hofstaat, der aus Freunden und Verwandten besteht. Tochter Sarah hat einen Mariechentanz einstudiert, den sie bei der Proklamation erstmals präsentierte.

Auch Johannes Eggerath war begeistert von dem Debüt. Für ihn ist die Auftaktveranstaltung eher entspannend als aufregend. Eggerath, besser bekannt als Scheng, war jahrelang Präsident der Gesellschaft und hat seinen Posten vor ein paar Jahren an Jürgen Drews abgegeben. Für ihn ist es das 24. Prinzenpaar, das er miterlebt, 17 davon hat er selbst auf die Bühne geführt. "Für den ersten Auftritt haben sich die neuen Tollitäten gut geschlagen", sagte er. Der erfahrene Redner habe die Startschwierigkeiten des Prinzen zwar mitbekommen, findet aber, dass dieser sie charmant gelöst habe und somit die Herzen des Publikums eroberte. "Wir haben ein wunderbares Prinzenpaar, es wirkt harmonisch und motiviert."

Eggerath genoss die Zeit im Saal. Er ist nun im Senat und unterstützt die Prinzenpaare weiterhin, indem er ihre Orden designt. Ohne Verantwortung kann er nun die Veranstaltungen genießen. Der ehemalige Präsident betont, Karneval müsse von Herzen kommen, dann sei es auch kein Problem, eine gute Veranstaltung zu planen. Für den Karneval müsse man sich fallen lassen. Und genau das ist in der Nysterbachhalle zu spüren. Die Gäste haben Lust auf die jecke Jahreszeit und freuen sich auf eine neue Session.

Quelle: RP
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