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Erkelenz
Katzemer wünschen sich Kolumbarium

Erkelenz: Katzemer wünschen sich Kolumbarium
Im Herbst 2015 wurde in Granterath das Kolumbarium eingesegnet. Auch der in Katzem sollen Urnenbestattungen in einem Kolumbarium bald möglich sein. Darüber sprach der Bezirksausschuss Lövenich. FOTO: NIPKO (ARCHIV)
Erkelenz. Aus der Friedhofshalle in Katzem soll ein Kolumbarium werden. Es bestehe Bedarf - das erklärte die Gemeinschaft der Katzemer Vereine in der Sitzung des Bezirksausschusses Lövenich. Man verweist auf gute Beispiele wie in Lövenich. Von Anke Backhaus

Auf verschiedenen Friedhöfen ist das Konzept der Urnenbestattung in Kolumbarien längst realisiert und nachgefragt. Das haben auch die Vertreter der Gemeinschaft der Katzemer Vereine registriert - und legten dem Bezirksausschuss Lövenich einen Antrag vor, die Friedhofshalle in Katzem in ein Kolumbarium umzuwandeln.

"Das Beispiel Lövenich zeigt den Bedarf", sagte Hans Peter Schiffers, der Vorsitzende der Gemeinschaft der Katzemer Vereine. Schiffers skizzierte, dass die Friedhofshalle in ihrem ursprünglichen Sinn, nämlich als Leichenhalle, gar nicht mehr genutzt werde. "Lediglich bei Beerdigungen wird dieses Gebäude zur Übernahme des Sarges und Ausgangspunkt der Bestattung genutzt", erklärte Schiffers weiter. In Katzem werde der Vorschlag, auf ein Kolumbarium hinzuarbeiten, allgemein begrüßt.

Rückblick: Vor rund sechs Jahren diskutierten die Mitglieder des Bezirksausschusses Lövenich über die Einrichtung eines Kolumbariums am Lövenicher Friedhof. Am 18. Mai 2012 fand die erste Bestattung im neuen Kolumbarium, das früher eine Leichenhalle war, statt. 2013 wurde das Kolumbarium feierlich eingesegnet. Damals sagte Christel Honold-Ziegahn (Grüne), die Vorsitzende des Bezirksausschusses Lövenich: "Viele Menschen gehen aus den verschiedensten Gründen von der traditionellen Erdbestattung zur Urnenbeisetzung über." Heute sind von den 100 Urnennischen 80 Prozent belegt, der Rest ist vielfach von noch lebenden Lövenichern vorgemerkt und reserviert. Ein klarer Beweis also, wie nachgefragt Kolumbarien heutzutage sind.

Daher will man auch in Katzem diesen neuen Weg der Bestattungskultur wählen. Wie Hans Peter Schiffers in der Sitzung des Bezirksausschusses sagte, wäre eine Umgestaltung der bisherigen Friedhofshalle möglich. Als Alternative schlug er Stelen vor, die erweiterbar sein sollen. Schiffers machte deutlich, dass die Gemeinschaft der Katzemer Vereine durchaus bereit ist, Eigenleistung in die Realisierung des Projektes zu stecken, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Überhaupt müsse die Friedhofshalle in Katzem saniert werden, hieß es in der Sitzung des Lövenicher Bezirksausschusses. Einen Ortstermin, an dem die Gemeinschaft der Katzemer Vereine, Christel Honold-Ziegahn und Stefan Heinrichs, Leiter des Grünflächenamtes der Stadt Erkelenz, teilgenommen haben, hat es übrigens schon gegeben.

Im Schlusswort der Diskussion sagte Christopher Moll (FW-UWG): "Die Einrichtung von Kolumbarien wird dem Bedarf der Menschen gerecht. Egal, wo im Erkelenzer Stadtgebiet Kolumbarien entstehen - die Belegung ist überall gut." Die Verwaltung soll nun prüfen, inwieweit ein Umbau der Friedhofshalle möglich ist. Unabhängig von der Einrichtung eines Kolumbariums soll die Stadt Erkelenz jedoch Geld für die Sanierung der Halle im städtischen Haushalt bereitstellen.

Quelle: RP
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